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Heute um 12.00 Uhr endete die Zeichnungsfrist für die Aktien der electrovac AG (ISIN DE000A420ZL4). Über den Startschuss für den Börsengang hatten wir berichtet, jetzt hat die Gesellschaft den Angebotspreis veröffentlicht. Von Oliver Vollbrecht
Der Spezialist für hermetische Glas-Metall-Gehäuse zum Schutz sicherheits- und systemkritischer Elektronik hat den endgültigen Angebotspreis für den Börsengang auf 7,80 EUR je Aktie festgelegt. Insgesamt wurden im Rahmen des Angebots 4.416.000 Aktien der Gesellschaft platziert, bestehend aus 3.840.000 neuen Aktien aus einer Barkapitalerhöhung sowie 576.000 bestehenden Aktien aus dem Bestand von Altaktionären im Zusammenhang mit einer Mehrzuteilungsoption.
Ausgabepreis am unteren Ende der Preisspanne
Der Ausgabepreis liegt somit am unteren Ende der Preisspanne von 7,80 bis 10,20 EUR je Aktie. Die Kapitalerhöhung wurde nach Angaben der Gesellschaft vollständig platziert, so dass dem Unternehmen brutto rund 30 Mio. EUR zufließen. Die Mittel sollen je zur Hälfte in die beiden großen Segmente investiert werden: Bei Personal Safety wird die Fertigung in Thailand aus- und in China aufgebaut, im Segment Aerospace & Defence strebt der Vorstand eine Übernahme im US-Markt an. Wird der Greenshoe vollständig ausgeübt, beläuft sich das Gesamtplatzierungsvolumen auf 34,4 Mio. EUR, der Streubesitz liegt dann bei rund 28 %. Aus dem Angebotspreis errechnet sich eine Marktkapitalisierung von rund 125 Mio. EUR. Der Handel der Aktien der Gesellschaft im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse wird voraussichtlich am 30. April 2026 unter dem Handelssymbol „EVAC“ und der ISIN DE000A420ZL4 aufgenommen. BankM und das Bankhaus Metzler begleiteten die Transaktion.
Zeichnungen von Privatanlegern vollständig bedient
Im Vorfeld hatten das Unternehmen und die begleitende BankM besonderen Wert auf Privatanleger gelegt. Ein eigenes Zeichnungstool auf der Website des Emittenten, frei zugängliches Research sowie die Zusage einer relevanten Zuteilung rollten Privatanlegern den roten Teppich aus. Nun wandern rund 400.000 Aktien in Retail-Depots, womit die Zeichnungsaufträge von Privatinvestoren nach Unternehmensangaben vollumfänglich bedient wurden. Der Korrektheit halber sei hinzugefügt, dass dabei Aufträge unter 100 Aktien bei DirectPlace und unter 250 Aktien beim Zeichnungstool der Gesellschaft nicht berücksichtigt wurden.
Fazit:
Dass der Ausgabepreis am unteren Ende der Preisspanne liegt, mag für das Unternehmen etwas enttäuschend sein. Auch war die Emission offenbar nicht überzeichnet. Gleichwohl: Im aktuell dynamischen Umfeld den Börsengang eines kleinen Emittenten zu realisieren, ist aller Ehren wert. Die erforderlichen Mittel sind eingeworben, die Weichen für weiteres Wachstum sind gestellt. Das Geschäftsmodell scheint intakt, die adressierten Märkte sind attraktiv. Und für die künftige Wertentwicklung der Aktie ist ein niedriger Startpunkt ja hilfreich.
Autor/Autorin

Oliver Vollbrecht
Oliver Vollbrecht beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Geschäftsmodellen – als freier Journalist, Investor Relations-Manager und -Berater, als Investor und HV-Sprecher für die DSW. Der Schwerpunkt seiner journalistischen Arbeit liegt bei börsennotierten Unternehmen der DACH-Region.




