Bildnachweis: Gabler Group.

Die Gabler Group AG hat den endgültigen Angebotspreis für ihren Börsengang auf 44,00 EUR je Aktie festgelegt. Das Unternehmen hatte zuvor eine Preisspanne von 37,00 bis 47,00 EUR kommuniziert. Der Angebotszeitraum endete planmäßig am 4. März 2026 um 12:00 Uhr. Der Börsengang wird von Cantor Fitzgerald als Sole Global Coordinator und JointBookrunner begleitet, Metzler ist ebenfalls als JointBookrunner beteiligt. Von Jenny Gspahn


Insgesamt wurden im Rahmen des Angebots 3.018.750 Aktien platziert. Diese setzen sich aus 1.050.000 neuen Aktien aus einer Kapitalerhöhung, 1.575.000 bestehenden Aktien des bisherigen Anteilseigners Possehl Mittelstandsbeteiligungen GmbH sowie 393.750 weiteren Aktien im Rahmen einer Mehrzuteilungsoption zusammen.

Platzierung von rund 3,0 Millionen Aktien

Unter der Annahme einer vollständigen Ausübung der Greenshoe-Option beläuft sich das Gesamtplatzierungsvolumen auf rund 132,8 Mio. EUR. Die Mittel aus der Kapitalerhöhung sollen vor allem zur Finanzierung des weiteren Wachstums sowie zur Stärkung der Bilanzstruktur eingesetzt werden.

Aus der Platzierung der neuen Aktien erwartet das Unternehmen Nettoerlöse von rund 40 Mio. EUR, die vorrangig in den Ausbau von Vertrieb, Produktionskapazitäten und Forschung & Entwicklung fließen sollen. Zudem sind gezielte kleinere strategische Akquisitionen vorgesehen, um das Wachstum weiter zu stärken.

Die Gabler Group entwickelt und produziert missionskritische Unterwassertechnologien und ist insbesondere in den Bereichen Submarine Systems, Subsea Communications & Data sowie Subsea Power tätig. Die Systeme des Unternehmens kommen unter anderem bei militärischen Anwendungen sowie bei maritimer Infrastruktur und Offshore-Projekten zum Einsatz. Die Gabler Group ist spezialisiert auf Ausfahrgerätesysteme für U‑Boote, darunter Periskope und Masten, und liefert ihre Lösungen nach eigenen Angaben an zahlreiche Marinen weltweit.

Bewertung und Streubesitz nach Börsengang

Auf Basis des endgültigen Angebotspreises ergibt sich für die Gesellschaft eine Marktkapitalisierung von rund 266,2 Mio. EUR. Der Streubesitz wird bei vollständiger Ausübung der Greenshoe-Option etwa 49,9 % betragen. Die Possehl‑Gruppe wird auch nach dem Börsengang als wesentlicher Aktionär erhalten bleiben und plant, eine Minderheitsbeteiligung an der Gesellschaft zu halten.

Der erste Handelstag der Aktien an der Frankfurter Wertpapierbörse ist der 9. März 2026. Die Aktien sollen im Scale Segment unter dem Ticker „XK4“ und der ISIN DE000A421RZ9 notieren.

Zuteilung an Privatanleger

Privatanleger, die Zeichnungsaufträge über DirectPlace abgegeben haben, erhielten insgesamt rund 39.598 Angebotsaktien. Die Zuteilung erfolgte mit etwa 20 % des jeweiligen Ordervolumens, wobei Aufträge unter fünf Aktien nicht berücksichtigt wurden. Die Mindestzuteilung lag bei fünf Aktien, während die maximale Zuteilung auf 24 Aktien begrenzt war.

Fazit

Das Unternehmen positioniert sich als spezialisierter Small Cap im wachsenden Markt für maritime Hochtechnologie und sicherheitsrelevante Unterwassersysteme. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung dürfte sein, inwieweit die Gesellschaft ihre starke technologische Marktstellung im Bereich Unterwassertechnologien weiter ausbauen und das geplante Wachstum profitabel sowie skalierbar umsetzen kann.
Angesichts global steigender Verteidigungsausgaben und wachsender Anforderungen an den Schutz kritischer Unterwasserinfrastrukturen – wie Pipelines, Seekabeln und Offshore‑Anlagen – gilt der Markt für maritime Sicherheitstechnologien als langfristig wachstumsstark.

Autor/Autorin

Content Managerin at GoingPublic Media AG

Jenny Gspahn ist Content Managerin für die Kapitalmarkt-Plattform GoingPublic (GoingPublic, HV Magazin, www.goingpublic.de). In ihrer täglichen Arbeit beschäftigt sie sich mit Themen rund um den Aktienmarkt, aktuelle Börsengänge sowie alle Aspekte rund um die Börsennotiz von Unternehmen.