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Mitarbeiter- und Führungskräftebeteiligung entwickelt sich zunehmend zu einem strategischen Instrument moderner Unternehmensführung. Sie dient nicht nur der Mitarbeiterbindung und Vermögensbildung, sondern spielt auch bei Themen wie Fachkräftesicherung, Nachfolgeplanung, Unternehmenskultur und Kapitalmarktteilhabe eine immer größere Rolle. In der vorliegenden 12. Ausgabe des Specials Mitarbeiterbeteiligung beleuchten führende Experten aktuelle Entwicklungen aus Recht, Steuern, Rechnungslegung, Personalmanagement und Unternehmenspraxis. Ergänzt wird das Heft durch Interviews und Fallstudien, die zeigen, wie Beteiligungsmodelle in unterschiedlichen Unternehmenssituationen erfolgreich umgesetzt werden können. Und die bereits 5. „Summer Lounge Mitarbeiterbeteiligung“ am 1. Juni ab 17.00 Uhr im Frankfurter Büro der Kanzlei Heuking, gleichzeitig Vorabendevent zur „Being Public Conference“. Von Stefan Preuß


In der Titelgeschichte (S.6) beleuchten wir die vielfältigen Wirkungen von Mitarbeiterbeteiligungsmodellen. Von Teilhabe und Motivation über finanzielle Bildung bis hin zur Unternehmensnachfolge steht die Frage im Mittelpunkt, warum Mitarbeiterbeteiligung heute für unterschiedlichste Interessengruppen an Bedeutung gewinnt.

Im Special finden sich zahlreiche hochkarätige Beiträge. Eine kleine Auswahl:

Dirk Lambach (Bundesverband Mitarbeiterbeteiligung AGPEV) begrüßt im Interview die aktuelle Diskussion zum Verantwortungseigentum und erläutert, welche Chancen sich daraus für die Weiterentwicklung der Mitarbeiterbeteiligung ergeben können. (S.8)

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Christoph J. Stresing (Bundesverband Deutsche Startups e.V.) wirbt insbesondere mit Blick auf technologiegetriebene Unternehmen für weitere Verbesserungen der Rahmenbedingungen. Gerade im Bereich künstlicher Intelligenz sei Deutschland auf wettbewerbsfähige Beteiligungsinstrumente angewiesen. (S.10)

Dr. Norbert Kuhn (Deutsches Aktieninstitut) zeigt auf, warum Mitarbeiteraktien ein wichtiger Baustein für eine stärkere Teilhabekultur in Deutschland sein können. Unter dem Titel „Teilhaben statt zuschauen“ erläutert er, wie sich Mitarbeiterbeteiligung und Kapitalmarktbildung sinnvoll miteinander verbinden lassen. (S.12)

Gordon Rösch und Wolfgang Hardt (EY) untersuchen, wie Unternehmen Mitarbeiterbeteiligung und Equal-Pay-Ziele miteinander verknüpfen können. Der Beitrag zeigt auf, wie Beteiligungsprogramme zur Positionierung als attraktiver Arbeitgeber beitragen können. (S.16)

Wie Beteiligungsprogramme sichtbarer und wirksamer gestaltet werden können, erläutert Andreas Berner (Optio Incentives) am Beispiel der Bilfinger SE. Im Mittelpunkt steht die Modernisierung eines Long-Term Incentive Plans und die Frage, wie dessen Wirkung innerhalb des Unternehmens gestärkt werden kann. (S.20)

Mit den Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf Personalstrukturen beschäftigen sich Dagmar Fresenius und Johanna Kaffanke (HCM International Ltd.). Sie zeigen auf, wie sich die Jobarchitektur vom administrativen Pflichtprogramm zum strategischen Hebel entwickeln kann und welche Konsequenzen dies für moderne Vergütungs- und Beteiligungssysteme hat. (S.24)

Die steuerliche Einordnung von Beteiligungsmodellen bleibt ein Dauerbrenner. Carmen Egermann und Manuel Schirmer (KPMG) analysieren aktuelle Entwicklungen bei der Abgrenzung von Kapitaleinkünften und Arbeitslohn und zeigen auf, welche Bedeutung dies für die Strukturierung von Mitarbeiterkapitalbeteiligungen besitzt. (S.28)

Am 1. Juni 2026 findet in Frankfurt a.M. die 5. Summer Lounge Mitarbeiterbeteiligung statt. Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier. 

Die Bilanzierung anteilsbasierter Vergütungen stellt Unternehmen weiterhin vor Herausforderungen. Dominik Konold (Finidy) beleuchtet typische IFRS-Stolpersteine bei Modifikationen, Gruppenplänen und Bewertungsmodellen und zeigt praxisnahe Lösungsansätze auf. (S.30)

Welche Möglichkeiten Beteiligungsgesellschaften bei der Gestaltung von Mitarbeiterkapitalbeteiligungen eröffnen, erläutern Ulrich Weidemann, Dr. Eva Kettner und Dr. Henrik Lay (HEUKING). Der Beitrag zeigt, wie sich die Teilhabe am wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens passgenau strukturieren lässt. (S.32)

Im Interview spricht Frank Egle von der Deutschen Bank darüber, warum Mitarbeiterbeteiligung und Banking künftig stärker zusammengedacht werden sollten und welche Potenziale sich daraus für Unternehmen und Beschäftigte ergeben. (S.36)

Interessante Einblicke in die praktische Umsetzung geben die Fallstudien im Heft. Die Vincorion SE verbindet ihren Börsengang mit dem Start eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms und gewährt kostenlose Belegschaftsaktien. Nina Römhild erläutert im Interview die Bedeutung einer Unternehmenskultur, die von Zusammenarbeit auf Augenhöhe geprägt ist. (S.38)

Wie Nachfolge gemeinsam gestaltet werden kann, zeigt die Quadoro-Gruppe. Management und Mitarbeiter übernahmen gemeinsam den Finanzdienstleister und berichten über die Erfahrungen eines erfolgreichen Buy-outs. (S.40-41). Geschäftsführer Axel Wünnenberg präsentiert auch persönlich im Rahmen der Summer Lounge den Unternehmenskauf durch Management und Mitarbeiter!

Auf eine besonders langfristige Perspektive blickt Holtmann+. Das Traditionsunternehmen berichtet über zwei Jahrzehnte Erfahrung mit stillen Beteiligungen und deren Bedeutung für Mitarbeiterbindung und Fachkräftesicherung. (S.42)

Am 2. Juni 2026 findet in der IHK Frankfurt a.M. die Being Public Conference – Börsennotiz schafft Werte! statt. Alle Informationen dazu finden Sie hier. 

Das Team von GoingPublic Media wünscht eine erkenntnisreiche Lektüre und viele neue Ideen zur Umsetzung der Beteiligung von Mitarbeitern und Führungskräften am Unternehmen. Wir sehen uns auch am Montag in Frankfurt? Jetzt anmelden!

Autor/Autorin

Stefan Preuß
Redaktionsleiter GoingPublic at  | Website

Stefan Preuß ist Wirtschafts- und Finanzjournalist mit mehr als 25 Jahren Erfahrung im Kapitalmarktumfeld. Der gelernte Tageszeitungsredakteur war zudem als Investor-Relations-Manager tätig. Er gehört zum Team der Kapitalmarkt-Plattform GoingPublic (GoingPublic, HV Magazin, www.goingpublic.de). Er schreibt regelmäßig zu den Schwerpunktthemen IPOs, Vermögensanlage und Nachfolgelösungen.