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Nach der Ankündigung des Börsengangs im Februar im Wachstumssegment Scale der Frankfurter Wertpapierbörse gibt Exasol heute die Preisspanne für die Kapitalerhöhung und die Platzierung bekannt.

Die Preisspanne für die Exasol-Aktien wird auf 8,50 EUR bis 10,50 EUR pro Aktie festgelegt. Das Angebot umfasst 5,1 Mio. neue Aktien aus einer Barkapitalerhöhung, 2,03 Mio. bestehende Aktien aus dem Bestand der Altaktionärin KfW und von Exasol, sowie rund 1,1 Mio. bestehende Aktien in Verbindung mit einer marktüblichen Mehrzuteilungsoption und 1 Mio. bestehende Aktien in Verbindung mit einer potenziellen Aufstockungsoption, deren Ausübung abhängig von der Nachfrage zum Zeitpunkt der Preisfestsetzung ist.

Ausgehend von der Annahme, dass alle angebotenen Aktien platziert werden, wird das Platzierungsvolumen voraussichtlich zwischen 78 Mio. EUR und 97 Mio. EUR liegen, wobei Exasol einen Bruttoerlös von ca. 43 Mio. EUR bis 54 Mio. EUR aus der Kapitalerhöhung erzielen würde. Die Gesellschaft beabsichtigt, die Nettoerlöse in erster Linie zur Stärkung des Sales-Teams und der Schlagkraft der Vertriebs- und Marketing-Aktivitäten in der DACH-Region, in Großbritannien und in den USA sowie für zusätzliche Investitionen in Forschungs- und Entwicklungsinitiativen zu verwenden.

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Nach dem Börsengang wird die Marktkapitalisierung der Gesellschaft voraussichtlich zwischen 189 Mio. EUR und 233 Mio. EUR auf Basis der Preisspanne betragen. Ausgehend von der Annahme, dass alle angebotenen Aktien platziert werden, wird der Streubesitz nach dem Börsengang etwa 46% betragen, was einen liquiden Markt für den Handel in Aktien der Gesellschaft ermöglichen soll.

Die Zeichnungsfrist für die angebotenen Aktien beginnt am 15. Mai und endet am 20. Mai.

Für alle Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder und verbundenen Parteien sowie Gründungs- und Großaktionäre gilt eine zwölfmonatige Lock-up-Frist. Im Zusammenhang mit dem Angebot haben bestimmte Altaktionäre dem Stabilisierungsmanager Hauck & Aufhäuser eine Mehrzuteilungsoption eingeräumt, um maximal 1.070.250 zusätzliche Aktien zum endgültigen Angebotspreis zu erwerben.

Sollte Exasol den Börsengang erfolgreich stemmen, wäre dies das erste IPO in diesem Jahr hierzulande – aufgrund der Coronapandemie lag der IPO-Markt bisher brach hierzulande. Weitere Kandidaten, wie z.B. Siemens Energy planen voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte ihr Börsendebüt.

 

Über den Autor

Svenja Liebig ist Redaktionsleitern Kapitalmarktmedien bei der GoingPublic Media AG. Ihre Schwerpunktbereiche liegen bei Themen rund um IPOs, Investor Relations, Unternehmensfinanzierung und den Kapitalmärkten in Österreich und der Schweiz.