Kurz vor der Sommerpause drängt es viele Börsenaspiranten an die Börse – so auch das Darmstädter Unternehmen Akasol, das vermutlich in den nächsten Wochen den Gang aufs Parkett wagen will.

Geplant sei eine Börsennotiz im Prime Standard der Frankfurter Börse. Der IPO-Kandidat ist nach eigenen Angaben ein führender europäischer Entwickler, Hersteller und Distributor von Hochleistungs-Lithium-Ionen-Batteriesystemen für Busse, Nutzfahrzeuge, Schienenfahrzeuge, Schiffe, Industriefahrzeuge und stationäre Anwendungen.

Das Angebot soll aus neu ausgegebenen Aktien aus einer Kapitalerhöhung bestehen. Es beinhaltet zudem die Platzierung einer geringen Anzahl von Aktien aus dem bestehenden Aktienbesitz der Schulz Group sowie von Felix von Borck, Stephen Raiser und Björn Eberleh. Sven Schulz  ist CEO von Akasol sowie Eigentümer von 100% der Anteile an der Schulz Group GmbH,  von Borck und Eberleh gründeten die Akasol Engineering GmbH im Jahr 2008 – Raiser ist seit 2009 im Unternehmen.

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Citigroup und Commerzbank  fungieren beim Börsengang als Joint Global Coordinators und gemeinsam mit dem Bankhaus Lampe als Joint Bookrunner. Lazard ist als Finanzberater tätig.

Im Jahr 2017 erzielte Akasol einen Umsatz von 14,5 Mio. EUR sowie ein EBIT in Höhe von 1,1 Mio. EUR, was einer EBIT-Marge von 7,7% entspricht.

Börsengang zur Wachstumsfinanzierung

Im dritten Quartal 2018 soll  der Start der Serienproduktion im Akasol-Werk im hessischen Langen starten – bis 2020 will Akasol seine jährliche Produktionskapazität von 300 MWh auf 600 MWh verdoppeln. Im Rahmen der internationalen Expansion plant das Unternehmen für das Jahr 2019 die Eröffnung einer Produktionsstätte in Michigan mit einer jährlichen Produktionskapazität von 300 MWh.

„Das Geschäft von Akasol liegt zwischen den Batteriezellenherstellern und den E-Mobility-OEMs und damit am optimalen Punkt der Wertschöpfungskette für Hochleistungsbatteriesysteme„, erklärt Sven Schulz, CEO und Mitgründer von Akasol. Zum 31. März 2018 lagen die Darmstädter bei einem Auftragsbestand von 1,45 Mrd. EUR bis zum Jahr 2024; des weiteren sehe man „hervorragende Wachstumsperspektiven für unser Unternehmen“, so Schulz weiter.

Akasol  sieht sich nach eigenen Angaben als Branchenpionier mit Fokus auf Batteriesysteme für elektrische Antriebsstränge und verfügt über fast 30 Jahre Erfahrung auf diesem Gebiet. Die Wurzeln der Gesellschaft gehen auf einen gemeinnützigen Verein namens Akasol zurück, der 1990 von Professoren und Studenten der Technischen Universität Darmstadt gegründet wurde. Im Jahr 2008 wurde die Gesellschaft als Akasol Engineering GmbH gegründet.

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