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Eine gesunde Ernährungsweise gepaart mit nachhaltigen Herstellungsprozessen steht bei Verbrauchern zunehmend oben auf der Agenda. Einer der Pioniere in diesem Segment ist das Bremerhavener Familienunternehmen Frosta AG, dessen Ursprünge über 65 Jahre zurück liegen und das sich von einem Fischereibetrieb zu einem internationalen Lebensmittelkonzern entwickelt hat. Von Ike Nünchert

Den Grundstein der Frosta AG legte 1954 Adolf Ahlers, Vater des heutigen Aufsichtsratsvorsitzenden Dirk Ahlers, indem er den Frischfischtrawler „Maria von Jewer“ in den Dienst stellte und die gleichnamige Reederei ins Leben rief. 1961 gründete Dirk Ahlers dann die Frosta Handelsgesellschaft mbH. Alsbald wurde die Schottke Seefisch-Großhandlung übernommen und zu einem Tiefkühlkostbetrieb umgewandelt. Die sukzessive Spezialisierung auf Tiefkühlkost und den Import aus dem Ausland wurde durch die Aufgabe der Hochseefischerei 1970 weiter untermauert, da die Fangquoten in deutschen Gewässern zunehmend unrentabel wurden. Frosta bezog den Fisch nun aus Südafrika und Südamerika. 1984 wurde die Hochseefischerei Nordstern AG gekauft unter deren Namen Frosta bis 1994 firmierte. Bis dahin erweiterte Frosta sein Sortiment um Tiefkühlgemüse durch weitere Zukäufe wie der Rheintal Tiefkühlkost und das ehemalige DDR-Kombinat ELBTAL Tiefkühlkost.

Foto: Frosta AG
Foto: Frosta AG

Seitdem expandierte Frosta in viele weitere europäische Länder und ist heute mit ca. 1.700 Mitarbeitern und seiner Tiefkühlkostmarke „FRoSTA“ der Marktführer in Deutschland. Zum Produktangebot gehören alle Arten von Fisch- und anderen Fertiggerichten sowie Gemüse. Als weitere Geschäftssäulen fungieren die Marken „Copack“, mit der sich Frosta auf die Entwicklung und Herstellung von Kundenmarken für den Einzel- und Großhandel spezialisiert, sowie der Bereich „Foodservice“, der Tiefkühlprodukte für Großverbraucher aus dem Gastro-/Hotelbereich bereitstellt.

Nachhaltigkeitsvorreiter

Was Frosta nach eigenen Angaben im Vergleich zu anderen Anbietern abhebt, ist seine stringente Nachhaltigkeitspolitik. Im Zuge des Unternehmensprojektes „Mission“ wurden 2003 sämtliche Rezepturen geändert, um fortan vollständig auf den Zusatz von Geschmacksverstärkern und anderen Zusatzstoffen zu verzichten. Über genaue Herkunftsinformationen sollte sich der Verbraucher dazu auch sicher sein, woher die Zutaten kommen. Im Jahr der Einführung kam es zuerst zu kräftigen Umsatzeinbußen von über 40% – Konsumenten akzeptierten den damit einhergehenden Mehrpreis nicht und Frosta verbuchte den ersten Unternehmensverlust seiner Geschichte. Schon ein Jahr später konnte der Verlust jedoch wieder wettgemacht werden, der Kunde hatte das „Reinheitsgebot“ angenommen.

In den folgenden Jahren stellte Frosta seine Herstellungsprozesse weiter um, sodass auch Verpackung und Produktion nachhaltigen Kriterien folgten. In seinen Zuliefererländern engagiert sich Frosta zudem für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen und spendet jedes Jahr 2% seiner Dividendensumme, um soziale Projekte zu fördern. So wurde Frosta 2012 und 2017 schließlich auch mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis als „Nachhaltigste Marke“ ausgezeichnet.