Der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers konnte sich rund 2,7 Mrd. USD am Kapitalmarkt besorgen. Das gewonnene Kapital soll für die Übernahme des US-Krebsspezialisten verwendet werden.

Im Zuge einer Kapitalerhöhung konnte sich Siemens Healthinners fast 3 Mrd. USD sichern. Der Medizintechnikkonzern hatte den teuersten Zukauf der Unternehmensgeschichte  für 16,4 Mrd. USD bereits Anfang August angekündigt.  Bei der Platzierung der 75 Mio. neuen Aktien wurde das Bezugsrecht der Altaktionäre ausgeschlossen. Die neuen Papiere wurden ausschließlich institutionellen Investoren in einem beschleunigten Verfahren angeboten. Die Aktien sind ab dem 1.Oktober 2019 gewinnberechtigt.

Mit der Kapitalmaßnahme hat Siemens Healthineers sein Grundkapital um 7,5% erhöht. Der Anteil des Mutterkonzerns Siemens sank durch die Transaktion von 85% auf 79%.

Mit dem Erlös soll ein Teil der von Siemens bereitgestellten Brückenfinanzierung für die Varian-Übernahme abgelöst werden. Siemens stellt für die Transaktion 15,2 Mrd. EUR bereit. Healthineers will diese bis zur Hälfte mit einer Kapitalerhöhung ersetzen. Damit sei die nun erfolgte Aktienplatzierung nur ein erster Schritt, weitere dürften folgen

Healthineers hatte bereits im August erklärt, sich auf der nächsten Hauptversammlung im kommenden Jahr die Genehmigung für eine weitere Eigenkapitalmaßnahme zu besorgen. Der Siemens-Anteil soll dabei weiter sinken – auf etwa 72%. Zunächst hat sich Healthineers jedoch verpflichtet, in den kommenden sechs Monaten keine weiteren Papiere auszugeben.

Die neu ausgegebenen Aktien sollen für 36,4 EUR pro Stück verkauft worden sein. Der Schlusskurs im Xetra-Hauptgeschäft hatte bei 38,32 EUR gelegen. Folglich geriet das Papier am heutigen Donnerstag unter Druck und verlor gut 4%.Siemens Healthineers