Zu einem Preis von 16 EUR hat Senvion nach anfänglichen Schwierigkeiten heute sein Börsendebüt über die Bühne gebracht – am Montag war der Emissionspreis auf 15,75 EUR je Aktie festgelegt worden.

Im Rahmen einer Privatplatzierung wurden 18,6 Mio. Aktien an Investoren ausgegeben, was Erlösen von rund 297 Mio. EUR entspricht. Im Rahmen der Greenshoe-Option gibt es die Möglichkeit, 2,4 Mio. Aktien zusätzlich unterzubringen. Die Marktkapitalisierung des Windenergie-Betreibers liegt damit aktuell bei knapp über 1 Mrd. EUR.

Erst am Freitag vergangene Woche teilte Senvion mit, die Börsennotierung aufgrund der volatilen Märkte vorerst auf Eis zu legen.

Es dürfte aber weniger die gewohnt bemüßigte Volatilität gewesen sein als vielmehr ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Würzburg gegen acht ehemalige Schaeffler-Mitarbeiter wegen des Vorwurfs der Bestechung, Untreue und Steuerhinterziehung –  darunter auch Senvion-Firmenchef Geißinger, der zuvor 15 Jahre lang Schaeffler-Vorstandsvorsitzender war.

Am Montag teilte das Unternehmen mit, die Privatplatzierung zu geänderten Konditionen wieder aufzunehmen. So war ursprünglich geplant, 600 bis 700 Mio. EUR durch den Börsengang light einzunehmen.

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