Im schnell wachsenden Markt für sog. e-Scooter werden derzeit die Marktanteile vergeben. Da möchte die deutsche GOVECS auch weiter in der ersten Liga mitfahren.

Angebot
Öffentlich angeboten werden 6,55 Mio. Aktien, davon 6,25 Mio. aus einer Kapitalerhöhung. Die Überzeichnungsreserve von 0,982 Mio. Papieren wird von Hauptaktionär Dquadrat Equity Partners zur Verfügung gestellt. In der Summe käme GOVECS auf einen maximalen Gesamterlös von rund 90 Mio. EUR und einen Streubesitz von bis zu 62%.

Die Zeichnungsfrist läuft seit dem 18. und voraussichtlich bis zum 28. September. Die Erstnotiz im Prime Standard soll am 2. Oktober über die Bühne gehen. Interessierte Anleger können die Aktien in einer Spanne von 10 bis 12 EUR zeichnen.

Unternehmen
Die Münchner haben sich ganz dem Markt für e-Scooter verschrieben. Dies sind Elektro-Roller in verschiedenen Bauarten und -reihen, darunter die bekannte ‚Schwalbe‘. Dabei ist GOVECS in den drei Geschäftsfeldern Sharing, Delivery und B2C unterwegs. Sharing umfasst ein ähnliches Modell wie bei Share-a-Car, Delivery adressiert die diversen Lieferservices von Burger King bis Pizza Hut, und B2C wiederum den privaten Endverbrauchermarkt. Gerade in diesem letzten Feld möchte GOVECS noch nachlegen, während die beiden ersten Bereich schon seit Jahren etabliert und erfolgreich funktionieren. Im Sharing-Bereich ist GOVECS Marktführer in Europa.

GOVECS wurde vor neun Jahren gegründet und wandelte sich erst vor wenigen Wochen in eine Aktiengesellschaft um. Größte Aktionäre des Unternehmens sind das Family Office Dquadrat Equity Partner sowie das Management von GOVECS.

Der weitere Ausbau des operativen Geschäfts soll in den Geschäftsbereichen Business-to-Delivery und Business-to-Consumer / B2C etwa durch den Aufbau von Warenlagern für versandfertige e-Scooter und Ersatzteile sowie Investitionen in die HappyScooter-Vertriebsplattform forciert werden. Zudem muss das Werk in Polen ausgebaut werden – auch wenn man dort noch Kapazitätspuffer für noch einige wenige Jahre hat, wie CEO und Mitgründer Thomas Grübel im Gespräch mit dem GoingPublic Magazin erläutert. „Ein Werk baut sich aber nicht innerhalb von Wochen. Wir müssen jetzt schon an die Kapazitätsanforderungen des nächsten Jahrzehnts denken.“ Derzeit produziert GOVECS in Breslau mit einer Kapazität von bis zu 15.000 Einheiten pro Jahr.

Markt
Experten erwarten für den noch jungen e-Scooter-Markt in Europa Wachstumsraten von über 25% bis zum Jahr 2026. Die hohe Nachfrage nach einer umweltfreundlichen und gleichzeitig komfortablen Mobilitätslösung eröffnet sämtliche Chancen für GOVECS, die zudem schon marktführende Lösungen auf den Straßen im Einsatz haben. Dies bestätigt uns auch Grübel: „Wir wollen in eine ganz neue Dimension wachsen“.

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