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Emissionsprozess grüne Anleihe

Die Emission der grünen Anleihe war für innogy unter unterschiedlichen Gesichtspunkten erfolgreich: Zum einen zeigte die fünffache Überzeichnung das starke Interesse der Investoren an diesem Finanzinstrument, welche das nachhaltige Geschäftsmodell innogys unterstreicht. Im Rahmen des Book-Buildings konnte zudem der initiale Spread von 65 auf 47 Basispunkte eingeengt werden, sodass man leicht unterhalb der Preiskurve aus dem Sekundärmarkt lag.

– Am 11. Oktober 2017 wurde die geplante Emission der zehnjährigen grünen Anleihe in Benchmarkgröße dem Markt durch die mandatierten Banken[1] bekannt gegeben. Begleitet wurde dies durch einen speziellen Webcast am Vormittag sowie durch Telefonkonferenzen mit zahlreichen Investoren am Nachmittag.

– Am 12. Oktober 2017 wurde das Buch durch die Emissionsbanken um 9:25 Uhr geöffnet, das initiale Preisziel lag bei 65 Basispunkten über der Swap Rate.

– Durch die starke Investorennachfrage bei einem Orderbuch von 3,5 Mrd. EUR wurde die Guidance um 11:55 Uhr auf 50 Basispunkte (±3 Basispunkte) eingeengt.

– Das Orderbuch schloss um 12:15 Uhr mit einem Volumen von 4,2 Mrd. EUR, sodass die grüne Anleihe mit einem Nominalvolumen von 850 Mio. EUR bei 47 Basispunkten über der Swap Rate preisen konnte.

In innogys erste grüne Anleihe investierten fast 250 Anleger. Mehr als die Hälfte des Emissionsvolumens ging an Investoren, deren Unternehmung sich zu Nachhaltigkeitsstandards bekennt oder spezielle Portfolien hat, welche das Qualitätsmerkmal „Grüne Anleihe“ fordert. Die geografische Aufteilung sowie die Verteilung auf Investorentypen war ähnlich wie bei bisherigen Anleiheemissionen, wobei ebenfalls die Deutsche Bundesbank – vermutlich im Rahmen des Corporate Sector Purchase Programme – in die Anleihe investierte.

Fazit

Zu Beginn stand im Vordergrund, innogy durch die erste deutsche grüne Anleihe mit Benchmarkgröße als neues nachhaltiges Unternehmen im Fremdkapitalmarkt zu platzieren. Die Anleihebegebung zeigte jedoch, dass durch die gute Reputation mit der grünen Anleihe eine breitere Investorenbasis angesprochen werden konnte, was sich ebenfalls positiv auf die Preisbildung auswirkte. Die Begebung einer Anleihe mit grünem Format war somit für innogy ein voller Erfolg. Mittelfristig kann zudem für dieses Finanzinstrument eine höhere Preisstabilität im Vergleich zu einer „normalen“ Anleihe vermutet werden, da bei Portfolioumschichtungen das grüne Format ein positives Differenzierungskriterium sein dürfte. Auch am Sekundärmarkt zeigte die grüne Anleihe bisher eine ausgezeichnete Performance.

Info:

innogy hat am 12. Oktober 2017 die erste deutsche grüne Unternehmensanleihe in Benchmarkgröße platziert. Diese Anleihe ist ein festverzinsliches Wertpapier, dessen Emissionserlös zur Refinanzierung nachhaltiger Projekte genutzt wird. Die grüne Anleihe hat ein Volumen von 850 Mio. EUR, einen Kupon von 1,25%, eine Rendite von 1,36% und eine Fälligkeit im Jahr 2027.

[1] Als Emissionsbanken der Anleihe fungierten ABN AMRO, Société Générale (Global Coordinators) sowie HSBC, die DZ Bank, die LBBW und die MUFG.

 

ZU DEN AUTOREN


Verena Nicolaus-Kronenberg ist Leiterin Investor Relations bei der innogy SE. Dr. Holger Perlwitz (Mitte) ist Senior Manager Fixed Income Investor Relations bei der innogy SE. Dr. Volker Heischkamp ist Leiter Treasury bei der innogy SE.

 

Der Artikel ist eine Vorabveröffentlichung der Dezember-Ausgabe des GoingPublic Magazins. Die Ausgabe kann hier vorbestellt werden.

Über den Autor

Die GoingPublic Redaktion informiert über alle Börsengänge, Being Public, Investor Relations, Tax & Legal, Themen und Trends rund um die Hauptversammlung sowie Technologie – Finanzierung – Investment in den Lebenswissenschaften.

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