Werbung

Bildnachweis: iFunded.

Die Crowdinvesting-Plattform für Immobilienprojekte, iFunded, ist im Frühjahr gemeinsam mit KlickOwn unter den Börsenmantel der Investunity AG geschlüpft. Das Reverse IPO ist vollzogen und auch die Umfirmierung ist durch. KlickOwn AG Vorstand und iFunded-Geschäftsführer Nikolai von Imhof erklärt im Interview, wie der Prozess lief und was nun auf seiner To-do-Liste steht.

GoingPublic: Im März haben wir mit iFunded über den Zusammenschluss von iFunded und KlickOwn gesprochen. Die Idee hinter der Fusion war, dass sich beide Geschäftsmodelle optimal ergänzen – geht der Plan auf?

Nikolai von Imhof: In jedem Fall – wir hatten eine aufregende Zeit. Nicht jeden Tag fusioniert man zwei Unternehmen und bringt sie über ein Reverse IPO an den Kapitalmarkt. Aber der Prozess ist uns gut gelungen, heute steuern wir die Unternehmensgruppe aus dem iFunded-Hauptsitz in Berlin und haben KlickOwn komplett integriert. Durch den Zusammenschluss erreichen wir signifikante Kosteneinsparungen und die optimale Betreuung der Kunden aus einer Hand.

Lesen Sie hier unser Interview mit Michael Stephan.

Wie haben Sie die Fusion und das Reverse IPO den Kunden beider Firmen kommuniziert?

Die letzten erfolgreichen und innerhalb von wenigen Stunden gefundeten Projekte zeigen, dass die Kunden den Weg voll und ganz mitgehen. Aktuell gibt es parallele Projekte der Gesellschaften, die neue Struktur zu kommunizieren. Das Rebranding erklären wir nun beiden Kundengruppen, holen die Anleger ab und erläutern, welche Vorteile der Zusammenschluss bringt.

Die da wären?

Neben den oben genannten Kosteneinsparungen und der optimierten Betreuung haben wir durch die regulatorischen Anforderungen, die ein börsennotiertes Unternehmen hat, zusätzliche Transparenz geschaffen. Natürlich schaffen wir uns mit der Börsennotierung zudem Wachstumsperspektiven.

Bisher kennt ein Teil der Kunden KlickOwn als Ansprechpartner, der andere iFunded. Rebranding heißt, dass es künftig nur noch einen Namen gibt?

Wir treten operativ als Marke iFunded auf. Insofern ändert sich für die Mehrzahl unserer Kunden nichts.

Der Börsenmantel, den Sie genutzt haben, hieß Investunity AG, eines der Unternehmen KlickOwn, das andere iFunded – das Unternehmen dahinter wiederum iEstate. Ich bin verwirrt.

Bitte erklären Sie kurz die Struktur.

Die Investunity AG war der Börsenmantel. In diesen haben wir iEstate und KlickOwn eingebracht. iEstate ist die Firma hinter der Marke iFunded. Inzwischen haben wir die Aktiengesellschaft in KlickOwn umfirmiert. Unter der jetzigen KlickOwn AG sind als hundertprozentige Töchter KlickOwn Immobilien, die bisherige KlickOwn, und iEstate positioniert. In den nächsten Monaten bringen wir KlickOwn Immobilien mit einem Upstream-Merger in die börsennotierte Holding ein, ebenso iEstate.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Reverse IPO.

Ende des Jahres wird die KlickOwn AG das einzige Unternehmen sein und das operative Geschäft umfassen – iFunded ist die Marke, KlickOwn die börsennotierte Firma.

Warum heißt nicht beides iFunded – um das KlickOwn-Team nicht vor den Kopf zu stoßen?

iFunded ist am Markt des Crowdinvesting etabliert. Seit sechs Jahren steht iFunded für qualitativ hochwertige Immobilienprojekte. Dieses Asset wollen wir nicht aufgeben, warum auch?

Und das KlickOwn-Team?

Die Vorstände der früheren KlickOwn verlassen uns planmäßig. Allen Mitarbeitern wiederum haben wir das Angebot gemacht nach Berlin zu kommen.

Eine Kapitalerhöhung sollte nach dem Reverse IPO folgen – wie steht es mit diesem Projekt?

Die nötigen Beschlüsse sind von der Hauptversammlung getroffen worden und sehen durchaus viele Nachfragen von potenziellen Investoren. Offensichtlich überzeugt unser eingeschlagener Weg. Das operative Geschäft läuft allerdings so sensationell, dass wir keinen Druck verspüren. Schon jetzt haben wir in 2021 so viele Projekte gefundet, wie im gesamten letzten Jahr. Und unsere Pipeline ist weiterhin gut gefüllt. Wir werden uns in aller Ruhe über den weiteren Weg mit unserer mandatierten Bank Warburg abstimmen.

Sie wollten außerdem in den regulierten Markt.

Dazu kann ich im Moment nicht viel sagen. Aber bisher hat sich noch niemand daran gestört, dass die Aktie aktuell im Freiverkehr gelistet ist.

Wie entwickelt sich der Aktienkurs denn?

Wir haben im ersten Schritt nun die KlickOwn AG aufgestellt. Gleichzeitig kümmern wir uns um unser operatives Geschäft. Integration der Gesellschaften und unser Geschäftsmodell haben Priorität. Wir möchten, dass der Kapitalmarkt uns über unser Geschäft und Wachstum wahrnimmt. Das werden wir transparent an den Kapitalmarkt kommunizieren.

iFunded ist eine Crowdinvesting-Plattform. Das klingt noch immer experimentell für viele. Irre ich?

Betrachtet man das Thema Crowdfunding generell, fällt schnell der Begriff Demokratisierung. Daran glauben wir. Doch ein Geschäftsmodell, mit dem man Geld verdienen will, muss solide aufgestellt sein. Anleger investieren durchschnittlich 1.700 EUR in Crowdfunding. iFunded hingegen hatte über die letzten Jahre Durchschnittsinvestitionen von 6.782 EUR.

Lesen Sie hier unser aktuelles E-Magazin.

Wir adressieren eine Zielgruppe, die pro Deal höhere Summen investiert. Das können auch schon mal 10.000 oder 25.000 EUR sein, aber wir beginnen bereits bei 500 EUR. Außerdem haben wir in der Kundengruppe auch High Net Worth Individuals, die als Kapitalgesellschaft 100.000 oder 200.000 EUR investieren. Wir haben eine gute und enge Beziehung zu den Kunden und können darüber ein solides und gesundes Wachstum sicherstellen und gute Projekte für unsere Anleger umsetzen. Wir sind also für alle da.

Aber ich laufe Gefahr, dass mein Geld weg ist, wenn ein Immobilienprojekt scheitert, in das Sie investieren?

Theoretisch ja. Aber wir haben den Luxus eines sehr exklusiven Partnernetzwerkes. Wir können uns Projekte aussuchen – das ist ein Gamechanger im Vergleich zu anderen Anbietern. Bei den letzten beiden Projekten beispielsweise sind bereits 75 % der später zu verkaufenden Wohnungen reserviert. Das erzeugt natürlich Sicherheit.

Sie sind seit gut einem Jahr Geschäftsführer und stehen für Erfolg und Misserfolg gerade – wird man da nervös?

Ich führe das Unternehmen gewissenhaft und stehe für absolute Zuverlässigkeit. Ja, ich stehe mit meinem Namen ein für unsere Produkte und bin mir meiner Verantwortung bewusst. Nervös macht mich das nicht. Die Kunden vertrauen uns und der Marke. Dafür haben sie allen Grund: Bisher gab es keinen Ausfall und so soll es weitergehen. Ich kann mir kein Szenario vorstellen, in dem es für uns nicht erfreulich weitergeht.

Herr von Imhof, vielen Dank für das gute Gespräch.

Über den Interviewpartner:
Schon während seines Studiums der Betriebswirtschaft setze Nikolai von Imhof seine Schwerpunkte auf Immobilienfinanzierung und Digitalisierung von Geschäftsmodellen im Bereich PropTech. Danach war er für eine der größten Pfandbriefbanken in Deutschland im Bereich Corporate Strategy tätig. 2019 stieg von Imhof bei iFunded ein und wurde ein Jahr später zum Geschäftsführer ernannt. Seit Anfang 2021 ist er Vorstandsvorsitzender der börsennotierten KlickOwn AG, in der die iFunded aufging.