Hypo-Haus_Wikimedia Commons
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Der italienische Bankkonzern Unicredit prüft offenbar, seine 2005 erworbene Tochter Hypovereinsbank (HVB) an die Börse zu bringen. Das berichten übereinstimmend verschiedene Medien. Demnach geht es den Italienern vor allem darum, den anstehenden Bilanztest der Europäischen Zentralbank im nächsten Jahr zu bestehen.

Dem Vernehmen nach soll Unicredit erwägen, einen Minderheitsanteil von 15 bis 25% über die Börse zu verkaufen, was ihr Einnahmen in Milliardenhöhe bescheren könnte. Angeblich finden dazu bereits Gespräche mit den Sparkassen-Stiftungen und der Führungsebene von Unicredit statt, den einflussreichsten Aktionären des Mailänder Instituts. Weder HVB noch Unicredit wollten die Berichte bestätigen.

Die HypoVereinsbank war bis 2008 selbstständig an der Börse gelistet. Doch im Zuge eines Sqeeze-outs der Unicredit Gruppe 2008 gingen sämtliche Aktien auf die Muttergesellschaft über.

Unicredit leidet seit Jahren unter der Rezession in Italien. Zudem verhageln millionenschwere Rückstellungen für faule Kredite in Italien und Österreich die Bilanz. Die deutsche Tochter HVB erweist sich dabei als wichtige Stütze: Sie erwirtschaftete im zweiten Quartal einen Nettoüberschuss von 415 Mio. EUR. Der Bankkonzern erreichte lediglich 361 Mio. EUR. Im letzten Jahr wies die HVB ein um Sondereffekte bereinigtes EBT von 1,6 Mrd. EUR auf – dieses Ziel will sie dieses Jahr wieder erreichen.

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