Das Unternehmen plant zukünftig als chancenorientierter Investor am Markt für deutsche Büroimmobilien aufzutreten und will in kürzester Zeit zu einem führenden Player in Deutschland aufsteigen.

Dabei will CONSUS insbesondere vom weniger wettbewerbsintensiven Marktsegment mittelgroßer Objekte sowie dem Kooperationsvertrag mit der ehemaligen Muttergesellschaft publity AG als Asset Manager profitieren.

Börsengang light

Die CONSUS Commercial Property mit Sitz in Leipzig will am 13.April den Börsengang vollziehen. Die ge­plan­te Erst­no­tiz im Freiverkehr der Börse München im Handelssegment m:access steht aber noch un­ter dem Vor­be­halt der Zu­stim­mung der Bör­se Mün­chen. Den Wertpapierprospekt hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Ende März gebilligt.

Dieser Schritt ist als jedoch als reine Notierungsaufnahme vorgesehen und nicht mit einer Ka­pi­tal­er­hö­hung ver­bun­den. Diese hat CONSUS bereits im Vorfeld durchgeführt, wobei 2,2 Mio. Anteilsscheine zu 15 EUR bei Investoren platziert wurden. Das gesamte Angebot an ausgegebenen Papieren erhöhte sich damit auf insgesamt 24,2 Mio. Aktien.

CONSUS ist ein quasi-Spin-off der publity AG und fungierte in den Vor­jah­ren als Ver­triebs­ge­sell­schaft für ge­schlos­se­ne pu­bli­ty-Fonds; der da­zu­ge­hö­ri­ge Er­geb­nis­ab­füh­rungs­ver­trag en­de­te im Sep­tem­ber 2016. Vor­stän­de von CONSUS sind Jo­chen Bart­hel­mäs und Bo­ris Hardi. Der Gründer und Hauptaktionär der publity AG, Thomas Olek über seine Holding sowie Swen Lorenz via der FTV Ltd. sind dabei die größten CONSUS-Anteilseigner mit je etwa einem Viertel der Anteile, die andere Hälfte ist Free-Float.

Die publity AG wird dabei fortfolgend als Asset Manager für CONSUS auftreten, somit also für das Unternehmen am Markt nach geeigneten Büroimmobilien suchen und es bei der anschließenden Wertentwicklung der Objekte unterstützen. Thomas Olek sowie Vorstand Jochen Barthelmäs haben sich zu einer Haltefrist (Lock-up) von 18 Monaten verpflichtet, die FTV LTd. zu 12 Monaten. Aufsichtsratsvorsitzender von CONSUS ist seit diesem Jahr Robert Sargent, ehemalig bei Lehman Brothers und Morgan Stanley aktiv. Begleitet wird CONSUS bei der Notierungsaufnahme von der ACON Actienbank AG.

Unternehmen und Mittelverwendung

CONSUS Vorstand
CONSUS Vorstand

CONSUS bringt sich in den Börsengang als Be­stand­shal­ter von zehn Bü­ro­ge­bäu­den mit einem Marktwert von über 200 Mio. EUR (Kaufpreis 173 Mio. EUR) ein, die es in sehr kurzer Zeit (seit Herbst 2016) erworben hat. Allerdings ist die mit dem Kauf ver­bun­de­ne Bank­fi­nan­zie­rung in Hö­he von ca. 108 Mio. noch nicht abgeschlossen. Die zehn Star­tim­mo­bi­li­en be­fin­den sich be­reits in pu­bli­ty-Be­treu­ung und gehen voraussichtlich im 2. Quartal 2017 in den Bestand von CONSUS über. Das Portfolio generiert annualisierte Mieteinnahmen von 14,2 Mio. EUR und verfügt über eine durchschnittliche Restmietlaufzeit von 6 Jahren.

Fortan plant CONSUS den Immobilienbestand bei Objektgrößen zwischen 10 und 25 Mio. EUR mit dem Investitionsschwerpunkt auf deutschen Metropolregionen mit hoher Geschwindigkeit aufzubauen, wobei der Fokus dabei auf dem Segment „Value-add“ liegen soll. CONSUS will somit von Ein­kaufs­er­fol­gen durch Son­der­si­tua­tio­nen und den Markt­zu­gang zu Ver­käu­fen aus Bankverwertung profitieren und dadurch ein überdurchschnittliches Wertsteigerungs- und Renditepotenzial realisieren. Primärer Anspruch des Unternehmens ist es hohe „Funds from Operations“ (FFO) zu erwirtschaften.

So hat das Unternehmen nach eigenen Angaben bereits eine Dealpipeline in Höhe von ca. 1,5 Mrd. EUR aufgebaut. Die Zielsetzung von CONSUS ist es dabei, in den kommenden Jahren zu einem der maßgeblichen börsennotierten Büroimmobilien-Investoren in Deutschland aufzusteigen und sich als nachhaltiger Dividendentitel zu etablieren.

CEO Jochen Barthelmäs dazu: „Wir wollen unser Portfolio schnell erweitern. Bei Büroimmobilien mit Werten zwischen 10 und 25 Mio. EUR adressieren wir ein Segment mit großem Potenzial, das es uns ermöglicht, hohe Mieteinnahmen und hohe Funds from Operations (FFO) zu erwirtschaften.“

CONSUS 2016 2017e 2018e 2019e
Umsatz *) 100 175 250
Nettoergebnis *) 60 100 125
EpS 2,48 4,13 5,17
KGV . 6,1 3,6 2,9
*) in Mio., sämtliche Angaben in Euro; Quelle: GoingPublic Research