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Das Sprichwort „politische Börsen haben kurze Beine“ scheint sich wieder einmal zu bewahrheiten: Laut aktueller Analyse von Credit Suisse stoßen Aktien trotz der vielen politischen Unsicherheiten, bedingt durch den Brexit, Trump und zunehmenden populistischen Tendenzen, bei Anlegern auf Interesse.

Im Rahmen der Veranstaltung „Politische Börsen 2017 – Perspektiven und Produkte“ zeigte Credit Suisse auf, wie sich Anleger in diesem Umfeld am besten positionieren können. „Angesichts der politischen Unsicherheiten setzen Anleger zusehends auf Sicherheit, wünschen dabei aber möglichst regelmäßige Kupons. Expresszertifikate mit einer entsprechenden Ausstattung, wie beispielsweise einem Airbag, werden von den Anlegern derzeit stark nachgefragt“, erklärt Bodo Gauer, Leiter Structured Retail Products Deutschland und Österreich bei Credit Suisse

Gauer, Bodo
Bodo Gauer, Credit Suisse

Der EURO STOXX 50 sei bei den Indizes weiterhin der dominanteste Basiswert für die strukturierten Produkte des Finanzdienstleisters. Im ersten Quartal 2017 entfielen 80% der Underlyings in der Gruppe der Indizes auf den EURO STOXX 50 – jedoch sei aber auch ein wachsendes Interesse an Einzelaktien-Underlyings festzustellen: Hier bleiben deutsche Werte erste Wahl. Zur Risikostreuung setzen die Anleger daneben aber immer mehr auch auf Auslandsaktien, besonders aus den USA und Frankreich. „Das Vertrauen der Anleger in den Euro hat in den vergangenen Monaten trotz der politischen Entwicklungen nicht gelitten. Die Gemeinschaftswährung dominiert weiter die strukturierten Produkte der Credit Suisse als Basiswährung“, ergänzt Gauer.

Die Aussichten an den Aktienmärkten bleiben nach Einschätzung von Markus Geisbüsch ( Vice President, Senior European Cash Equities Sales von CS Deutschland/Österreich). Gegenüber Anleihen sollten Aktien weiter übergewichtet werden. Durch die wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Monate sieht Geisbüsch zudem ein sinkendes Risiko für eine Korrektur der Aktienmärkte in der zweiten Jahreshälfte 2017. Markus Geisbüsch: „Das US-Lohnwachstum entwickelt sich schwächer als erwartet, gleichzeitig bleiben die Gewinnrevisionen positiv, was den Aktienmärkten fundamentale Unterstützung gibt. Viele Investoren sind zudem immer noch in Aktien untergewichtet, hinzu kommt eine weiter hohe Liquidität im Markt, was den Aktien zusätzlichen Auftrieb geben sollte.“

Neben der politischen Unsicherheit werden die zunehmenden protektionistischen Tendenzen bei den Anlegern als Risiko gesehen. Die Gefahren einer zunehmenden Abschottung gerade in den USA hält Geisbüsch aktuell aber für begrenzt.

Des Weiteren sehe Credit Suisse besonders auch bei Small Caps großes Potenzial. „Wir gehen davon aus, dass Small Caps in Mode bleiben und erhöhen das Übergewicht. Hintergrund ist das kleine Unternehmen noch stärker in ihrer Region von einer wirtschaftlichen Erholung profitieren“, so Geisbüsch. Und auch ETFs bleiben weiterhin im Trend bei Anlegern.

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