Der Münchner Weltmarktführer für Bremssysteme, Knorr-Bremse, sowie Anbieter sicherheitskritischer Subsysteme für Schienen- und Nutzfahrzeuge hat die sich häufenden Börsenpläne endlich bestätigt. Auch hat man offenbar seit heute eine IR-Abteilung.

Passend zur IAA-Woche hat Knorr-Bremse heute die Pläne für ein IPO bekanntgegeben. Nur Mehrheitsaktionär Heinz Hermann Thiele und seine Familie werde dazu Aktien abgeben, um den erforderlichen Streubesitz für den Prime Standard zu gewährleisten.

Frisches Kapital fließt Knorr-Bremse nicht zu. Bei rund 39% Eigenkapitalquote auch nicht unbedingt notwendig.

Die 1905 gegründete Knorr-Bremse gilt als Erfinder einer speziellen Bremstechnologie. 1985 leitete Heinz Hermann Thiele als Vorstandsvorsitzender und nach einem Management-Buy-out der Gesellschaft tiefgreifende strukturelle Veränderungen ein und fokussierte die Unternehmensaktivitäten auf das Kerngeschäft, d. h. die Bremstechnik für Schienen- und Nutzfahrzeuge.

Der Multi beschäftigt weltweit rund 29.000 Mitarbeiter an ca. 100 Standorten und machte im vergangenen Jahr einen Konzernumsatz von 6,24 Mrd. EUR, 14% mehr als im Vorjahr. Der Jahresüberschuss belief sich auf 580 Mio. EUR, ca. 6% mehr. Auch im ersten Halbjahr setzte sich der Wachstumskurs weiter fort.

Deutsche Bank, JP Morgan und Morgan Stanley sind beim IPO im Lead, Berenberg, Commerzbank, UBS und UniCredit als Bookrunner in zweiter Reihe.

Der Börsengang dürfte nach Siemens Healthineers die diesjährige Bilanz milliardenschwer nach vorne hieven und in der ersten Oktoberhälfte stattfinden, die Zeichnungsfrist in Kürze starten.

Fotos: @Knorr-Bremse

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