Die Deggendorfer congatec Holding AG, nach eigenen Angaben führender Anbieter von Embedded Computing-Produkten, plant eine Börsennotierung im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse.

congatec will im Rahmen des IPOs neue Aktien in Höhe von ca. 80 Mio. EUR sowie bestehende Aktien der Altaktionäre  von ca. 10 Mio. EUR anbieten. Zusätzlich besteht die Möglichkeit einer Greenshoe-Option in Höhe von 15% des Angebots.

Die Erlöse aus dem Börsengang sollen zur Finanzierung des weiteren Wachstums genutzt werden: einschließlich der Beschleunigung des Wachstums in Amerika und den asiatisch-pazifischen Märkten, der Finanzierung von neuen Produktentwicklungen, der Stärkung des globalen Profils von congatec und der Finanzierung potenzieller strategischer Akquisitionen zur Erweiterung des Produktportfolios.

Das Unternehmen aus dem niederbayerischen Deggendorf  bezeichnet sich selbst als weltweiter Marktführer für outgesourcte Computer-on-Module (COM)-Lösungen, welche Internet of Things (IoT) und Edge-Computing-Funktionen in einer Vielzahl von globalen Endmärkten, darunter industrielle Automatisierung, Robotik, Medizintechnik und Transportwesen, ermöglichen.Laut  IHS Markit besitzt congatec einen globalen Marktanteil von ca. 12,5% im COM-Segment.

Im vergangenen Jahr erzielte congatec 2018 einen Umsatz von rund 133 Mio. USD – eine Steigerung von rund 25% gegenüber 2017, bei einer bereinigten EBITDA-Marge von 9,3%. Der deutschsprachige Markt ist aufgrund der Wurzeln der Gesellschaft seit jeher der wichtigste geografische Markt für den COM-Anbieter, gefolgt von der Region Asien-Pazifik.

Neben den Softwareunternehmen TeamViewer, das einen milliardenschweren Börsengang Ende September in Frankfurt plant, steht mit congatec somit das zweite Technologieunternehmen in den IPO-Startlöchern in den kommenden Monaten.

Über den Autor

Svenja Liebig ist Redakteurin des GoingPublic Magazins sowie verantwortlich für goingpublic.de