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IPO im Fokus: DFV Deutsche Familienversicherung

Die DFV Deutsche Familienversicherung, gegründet in Frankfurt am Main 2007, steht vor dem Börsengang. Das Unternehmen sieht sich als Insurtech und wartet mit einer Reihe innovativer Versicherungslösungen auf.

Börsengang & Emission
Im Rahmen des IPOs erwartet die Gesellschaft ein finales Platzierungsvolumen von 68 bis 92 Mio. EUR, aufgrund der definierten Preisspanne von 17 bis 23 EUR je Aktie. Die Mittel sollen zum Wachstum im deutschen Heimatmarkt (Marketing, sowie Produktentwicklung), sowie zum Markteintritt in ein weiteres europäisches Land bis 2020 verwendet werden.

Erstnotiz ist für den 14. November im geregelten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse vorgesehen. Das Angebot bilden 3.500.000 Aktien aus einer Kapitalerhöhung, sowie 525.000 Papiere im Rahmen einer Mehrzuteilungsoption aus dem Bestand eines Hauptaktionärs.

Unternehmen
Die DFV weist aktuell 420.000 Verträge, 109 Mitarbeiter und 72 Mio. EUR Prämienbestand aus. Schwerpunkt der Aktivitäten seit 2007 lag auf Lösungen rund um Zahn-, Kranken-, und Pflegezusatzversicherungen, doch auch Sachversicherungen gehören aktuell zum Produktportfolio.

Das Unternehmen sieht sich als ein Insurtech-Vorreiter im deutschen Versicherungsmarkt, der sich auf den Vertrieb und die Bestandsverwaltung von Krankenzusatz- und Sachversicherungen spezialisiert hat. Die DFV verfügt über eine eigenentwickelte IT-Plattform, welche die Basis für weiteres Wachstum und Skalierbarkeit des Geschäftsmodells darstellt.

Die Digitalisierung der Prozesse in der gesamten Wertschöpfung, vom Abschluss bis zur Schadensregulierung sieht der Gründer und CEO des Unternehmens, Dr. Stefan Knoll als Erfolgsfaktoren. Beispielsweise wird Amazon Echo als Produktberatung für Kunden vor dem Abschluss aktiv eingebunden, sowie moderne digitale Bezahlmethoden (darunter Amazon Pay, Paypal) akzeptiert. Des Weiteren pflegt das Unternehmen Kooperationen mit aufstrebenden IT-Serviceprovidern im Insurtech-Sektor und implementiert auf dieser Basis künstliche Intelligenz in interne Prozesse.

Das Unternehmen möchte mit ‚einfachen Versicherungslösungen‘ weitere Verbraucher für sich gewinnen uns sieht sich als „IKEA der Versicherungswirtschaft“ – ein System, bei dem die Flexibilität, aber auch einfache Verständlichkeit der Produkte im Vordergrund stehen. Das Modell von „off-the-shelf” Lösungen und „Versicherung on demand“ soll in den kommenden Jahren forciert und zum Erringen der Marktanteile im hart-umkämpften deutschen Versicherungssektor genutzt werden.

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