Erstes IPO 2018 in Wien: Marinomed strebt aufs Börsenparkett

Das österreichische Biopharma-Unternehmen Marinomed strebt den Gang aufs Wiener Börsenparkett an: Die Aktien sollen demnächst in den Handel des prime market Segment der Wiener Börse aufgenommen werden.  Das Unternehmen entwickelt Therapien für Allergie-, Atemwegs- und Augenerkrankungen. 

Marinomed-CEO Dr. Andreas Grassauer
Marinomed-CEO Dr. Andreas Grassauer

Die geplante Notierung am Kapitalmarkt in Österreich soll es Marinomed ermöglichen, weiter  zu wachsen und dabei finanziell flexibel zu bleiben. Der Erlös des Börsengangs soll für die Finanzierung der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie von Budesolv, der Phase-II- und Phase-III-Studien von Tacrosolv sowie für die Erweiterung der Marinosolv-Technologie um zusätzliche Indikationen (z.B. Lunge) verwendet werden. Darüber hinaus werden die Erlöse auch für die Erweiterung des Carragelose-Produktportfolios (insbesondere durch die Einführung der abschwellenden Produktlinie), die Steigerung des Bekanntheitsgrades von Carragelose, die Mitfinanzierung zusätzlicher klinischer Studien für Carragelose (z.B. für die Zulassung in den USA) sowie für allgemeine Unternehmenszwecke wie den Aufbau einer kostengünstigen Lieferkette für Niedrigpreismärkte und die Rückzahlung von Schulden verwendet.

Erste Group und Kempen fungieren als Joint Global Coordinators und Joint Bookrunners. goetzpartners securities fungiert als Co-Lead Manager. Das geplante IPO von Marinomed wäre der erste Börsengang in Wien in diesem Jahr.

Marinomed ist ein 2006 gegründetes biopharmazeutisches Unternehmen mit Sitz in Wien. Mit seinen beiden selbst entwickelten Plattformen, der Technologieplattform Marinosolv und der OTC-Plattform Carragelose, hat das Unternehmen eine Pipeline mit mehreren, wenig risikoreichen und marktnahen Produkten aufgebaut. Zudem verfügen die Wiener bereits über große Erfahrungen bei der Markteinführung von Produkten: So werden derzeit  sechs verschiedene Carragelose-Produkte zur Behandlung von Virusinfektionen der Atemwege vermarktet.

Das Biopharma-Unternehmen verfügt über ein schlankes „asset light“-Geschäftsmodell bei nach eigenen Angaben gleichzeitig starkem Wachstum. Kostenintensive Teile der Wertschöpfungskette werden vom Unternehmen an Partnerfirmen ausgelagert. Die Produkte des Unternehmens werden über externe Produzenten hergestellt und über Vertriebspartner und Lizenzen in über 30 Ländern vertrieben. Dieser Ansatz ermögliche es dem Unternehmen, sich auf seine Stärken zu konzentrieren: die Generierung von IP und die Entwicklung kommerzieller Produkte.

„Marinomeds Forschung konzentriert sich auf die Entwicklung wegweisender Plattformen für neue und verbesserte Therapien zur Behandlung von Atemwegs- und Augenerkrankungen. Mit unserer innovativen Technologieplattform Marinosolv planen wir den Einstieg in den Multi-Milliarden-Dollar-Markt für die Behandlung von Allergien und Augenerkrankungen“, betont Marinomed-CEO Dr. Andreas Grassauer .

 

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Über den Autor

Svenja Liebig ist Redakteurin des GoingPublic Magazins sowie verantwortlich für goingpublic.de