Nach Delivery Hero könnte der nächste Essens-Lieferdienst in Kürze sein Börsendebüt feiern: Die Rocket Internet-Beteiligung HelloFresh plant vermutlich schon im September einen Börsengang. Gerüchte über ein mögliches IPO kursieren bereits seit 2015.

Allerdings soll der geplante Börsengang  zu einer niedrigeren Bewertung als zuletzt erwartet vollzogen werden, wie HelloFresh-CEO Dominik Richter dem manager magazin (Erscheinungstermin: 25. August) mitteilte. Eine niedrigere Bewertung des Kochbox-Dienstes sei „nicht mehr als eine Momentaufnahme“, so Richter. „Das gilt auch für den Preis bei einem möglichen Börsengang.“ Viel wichtiger sei der Unternehmenswert in drei oder fünf Jahren.

IPO der Konkurrenz gescheitert

Als Ursache für die niedrigere Bewertung wird das missratene IPO des amerikanischen Konkurrenten Blue Apron im Juni genannt: Der US-Dienst ist inzwischen nur noch rund 1 Mrd. USD wert – deutlich weniger als die Hälfte der Bewertung, die beim Börsengang angepeilt worden war (2,68 Mrd. USD). Investoren halten es daher für fraglich, ob HelloFresh bei einem Börsengang seine Bewertung von zuletzt zwei Milliarden Euro halten kann.

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