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Im laufenden Geschäftsjahr will der Familienversicherer rund 100.000 Neuverträge abschließen. Die Basis hierfür wurde bereits im ersten Quartal 2019 mit 30.000 neuen Verträgen geschaffen.

Die Deutsche Familienversicherung (DFV) blickt nach eigenen Angaben auf ein Rekordneugeschäft im vergangenen Jahr zurück: Die Anzahl der Neuverträge stieg um 29% auf rund 55.000 und das entsprechende Beitragsvolumen um 90% auf 17,6 Mio. EUR. Das erfolgreiche Neugeschäft ging laut Unternehmensangaben mit einer deutlichen Steigerung der Vertriebsinvestitionen einher, die sich auf rund 15 Mio. EUR beliefen. Das EBIT ging folglich von 2,1 Mio. EUR auf  -4,1 Mio. EUR zurück. Dies sei vor allem auf Einmaleffekte des Börsengangs und einmaligen Abschreibungen im Bereich der Kapitalanlagen, sowie auf deutlich gestiegene Personalkosten zurückzuführen, betonte Dr. Stefan M. Knoll, Vorstandsvorsitzender und Gründer der DFV auf einer Pressekonferenz am Donnerstag in Frankfurt. Der Nettoverlust im Geschäftsjahr 2018 gemäß IFRS lag bei -3,3 Mio. EUR.

Mit „Alexa“ Verträge abschließen

Dr. Stefan Knoll stellt vor Pressevertretern die Geschäftsentwicklung 2018 vor.
Dr. Stefan Knoll stellt vor Pressevertretern die Geschäftsentwicklung 2018 vor.

Im Geschäftsjahr 2018 führte die DFV auch im Bereich Digitalisierung weitere Innovationen ein: Neben dem Einsatz von KI im Bereich der Schadensregulierung, können nun digitale Assistenten beim Suchen und Abschließen einer Versicherung behilflich sein – so ist es sogar möglich, z.B. eine Zahnzusatzversicherung mithilfe des Amazon-Sprachassistenten  „Alexa“ abzuschließen. Dies sei in der Form in Deutschland nirgendwo anders möglich, so das Frankfurter Insurtech.

Seit Mitte April 2018 kooperiert das Unternehmen zudem mit ProSiebenSat.1 Media – unter der Marke MAXCARE werden Krankenzusatzversicherungen der DFV in TV-Spots beworben. Ab Mai 2019 wird die DFV außerdem einen neuen Markt betreten und Tierkrankenversicherungen anbieten,. „Der Markt für Tierschutzversicherungen steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen und trifft  auf rasant steigende Nachfrage“, so das Unternehmen.

Für 2019 plant die DFV eine deutliche Ausweitung des Neugeschäfts, den Ausbau der IT-Strukturen und die Etablierung neuer Produkte. Dies soll durch die beim Börsengang im Dezember letzten Jahres erlösten Mittel finanziert werden.

 

Ausblick 2019

Das Ergebnis wird 2019 durch die hohen Wachstumsinvestitionen für den weiteren Ausbau des Vertragsbestandes,  Ausgaben für die weitere Digitalisierung und den weiteren Auf- und Ausbau neuer Vertriebswege beeinflusst. Allein die Vertriebskosten werden sich 2019 laut des Versicherers voraussichtlich auf rund 30 Mio. EUR verdoppeln  Daher rechnet die DFV mit einem Verlust vor Steuern zwischen 9 und 11 Mio. EUR.  Die Gewinnzone  soll im Jahr 2021 erreicht werden.  „Auch über das Jahr 2019 hinaus ist es unser erklärtes Ziel, jährlich ein Neugeschäft von 100.000 Verträgen zu erreichen und somit auch mittelfristig den erfolgreichen digitalen Wachstumskurs fortzusetzen“, prognostiziert Knoll.

Titelfoto: Deutsche Familienversicherung am Tag des IPOs im Dezember 2018.