Delivery Hero, der nach eigenen Angaben weltweite Marktführer im Bereich Online-Essensbestellungen, wird in diesem Jahr vermutlich doch nicht an die Börse gehen.

„Derzeit gibt es andere Dinge, auf die wir uns konzentrieren wollen. Die Voraussetzungen für einen Börsengang werden wir Ende des Jahres geschaffen haben, so dass wir im Laufe des kommenden Jahres jederzeit schnell entscheiden können. Noch aber gibt es keine Festlegung zum konkreten Zeitpunkt“, betont Delivery-Hero-CEO und Co-Founder Niklas Östberg. Auch sei noch nicht klar, ob ein IPO an der Frankfurter oder der New Yorker Börse angestrebt werde.

Weiter betont Östberg, dass bei Delivery Hero der Fokus aktuell auf Wachstum und kräftigen Investitionen liege, und nicht auf dem Erzielen von Gewinnen.

Erst im Juni wurde eine neue Finanzierungsrunde über 110 Mio. USD bekannt gegeben, wodurch der Unternehmenswert auf rund 3 Mrd. USD anstieg.

Seit Anfang des Jahres ist die Start-up Schmiede Rocket Internet am Essens-Lieferdienst beteiligt und hält nach aktueller Finanzierungsrunde einen Anteil von 38,5%. Weitere bekannte Investoren von Delivery Hero sind Insight Venture Partners oder General Atlantic.

Bis heute hat Delivery Hero ein Netzwerk von mehr als 200.000 Partner-Restaurants in 34 Ländern aufgebaut. Das Unternehmen verarbeitet 10 Mio. Bestellungen pro Monat, mit denen die Restaurant-Partner von Delivery Hero einen monatlichen Umsatz von mehr als 165 Mio. USD generieren. Citigroup war bei der jüngsten Finanzierungsrunde beratend tätig, GLNS fungierte als Rechtsberater.

Neben Delivery Hero steht auch der aus der Schmiede von Rocket Internet stammende Kochzutaten-Lieferdienst HelloFresh in den IPO-Startlöchern.

 

Über den Autor

Die GoingPublic Redaktion informiert über alle Börsengänge, Being Public, Investor Relations, Tax & Legal, Themen und Trends rund um die Hauptversammlung sowie Technologie – Finanzierung – Investment in den Lebenswissenschaften.