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Der Pharma Konzern aus Heidelberg überzeugt sowohl mit einer knappen Verdopplung der Umsatzerlöse, als auch mit positiven Entwicklungen im operativen Geschäft

Die Heidelberg Pharma AG hatte am heutigen Donnerstagmorgen einiges zu berichten. Das operative Geschäft des 75 Mitarbeiter fassenden Unternehmens  scheint sich positiv zu entwickeln: die Materialversorgung der Partner mit Amanitin wurde etabliert, eine mit Magenta eingegangene Kooperation eröffnet neue Anwendungsgebiete der ATAC-Technologie, die zur Krebstherapie dient, und die Umsatzerlöse wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nahezu verdoppelt. Die Hauptaktionärin, die dievini Hopp Biotech-Holding, sagte zudem eine Finanzierung in Höhe von bis zu 15 Mio. EUR zu. Damit soll die Finanzierungsreichweite des Unternehmens bis 2021 sichergestellt sein. dievini ist ebenfalls an CureVac beteiligt, die erst vor wenigen Tagen bekannt gaben, an einem Impfstoff für das Coronavirus zu arbeiten.

Knappe Umsatzverdopplung

Der Heidelberg Pharma-Konzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2019 Umsatzerlöse in Höhe von 7,3 Mio. Euro und konnte damit die Vorjahressumme (3,7 Mio. EUR) nahezu verdoppeln. Im wesentliche sollen die Erlöse aus den Kooperationsvereinbarungen für die ATAC-Technologie von Heidelberg Pharma Research stammen. Die sonstigen Erträge lagen mit 0,7 Mio. EUR auf Vorjahresniveau.

Im Geschäftsjahr 2019 hat das Unternehmen ein Ergebnis vor Steuern von -10,1 Mio. EUR (Vorjahr: -11,7 Mio. EUR) ausgewiesen. Der Jahresfehlbetrag betrug ebenfalls 10,1 Mio. EUR (Vorjahr: 11,7 Mio. EUR). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie verbesserte sich daraufhin von -0,41 EUR im Vorjahr auf -0,36 EUR.

Zum Geschäftsjahresende wurde mit 23,0 Mio. EUR eine um 8,2 Mio. EUR niedrigere Bilanzsumme ausgewiesen als im Vorjahr (31,2 Mio. EUR), was im Wesentlichen aus der aufwandsinduzierten Abnahme des Zahlungsmittelbestandes und dem korrespondierenden Rückgang des Eigenkapitals resultieren soll.

Ausblick

Der Heidelberg Pharma-Konzern rechnet für das Geschäftsjahr 2020 mit Umsätzen und sonstigen Erträgen zwischen insgesamt 8Mio. EUR und 10Mio. EUR (2019: 8 Mio. EUR). Die betrieblichen Aufwendungen werden sich nach der derzeitigen Planung in einem Korridor von 20 Mio. EUR bis 24 Mio. EUR bewegen und damit über dem Niveau des Berichtsjahres (18,1 Mio. EUR) liegen. Für 2020 wird ein Betriebsergebnis (EBIT) zwischen -11 Mio. EUR und -15 Mio. EUR erwartet (2019: -10,1 Mio. EUR).

Nach der Veröffentlichung der Zahlen schoss die Aktie des an der Frankfurter Wertpapierbörse notierten Pharma-Konzerns um 14,5% nach oben und notiert derzeit bei,10 EUR. Der Markt hatte die positiven Nachrichten bereits im Laufe der Woche antizipiert, sodass das Papier innerhalb der letzten Woche ein Wachstum von rund 206% verzeichnen kann.

Genauere Details zum operativen Geschäft und dem aktuellen Stand der Entwiclung einzelner Medikamente finden sie in der offiziellen Pressemitteilung