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Nach dem fulminanten Börsengang des Konkurrenten Lyft, der jedoch in einem starken Kursrutsch endete, sammelt nun auch der bekanntere, aber auch umstrittenere Fahrdienstvermittler Uber frisches Kapital ein – das größte IPO seit langem.

Nun ist es soweit: Am heutigen Freitag findet Ubers „Mega IPO“, der größte Börsengang seit dem des Amazon-Rivalen Alibaba 2014 statt. Die Aktien sollen an der NYSE unter dem Kürzel UBER gelistet werden.

Allerdings hinkt der gespannt erwartete Börsengang aktuell den bisherigen Erwartungen hinterher: Der Ausgabepreis liegt mit 45 USD pro Aktie am unteren Ende der festgelegten Preisspanne von 44 bis 60 USD. Das nun angestrebte Emissionsvolumen ist mit rund 8,1 Mrd. USD deutlich von den ursprünglich angepeilten 10 Mrd. USD abgewichen.

Noch im April war in den Medien von einer möglichen Unternehmensbewertung von rund 120 Mrd. USD die Rede, wogegen die erreichten 82 Mrd. USD sehr klein wirken mögen – dennoch ist diese Bewertung angesichts der Tatsache, dass der Fahrdienstvermittler trotz rasant steigendem Umsatz ein große unternehmerische Risiken birgt, sehr hoch.

Uber ist nicht profitabel und weiß nicht, ob und wann möglicherweise die Gewinnzone erreicht wird. Im letzten Jahr fuhr das Unternehmen bei einem Umsatz von 11,3 Mrd. USD einen Verlust von 1,8 Mrd. USD ein.

Der Grund für die hohe Nachfrage nach Anteilen eines Unternehmens, das weiterhin tiefrote Zahlen schreibt, sind die Aussichten auf den möglichen Erfolg durch Gewinn weiterer, enormer Marktanteile. Sollte Uber tatsächlich erfolgreich sein, winken ihnen eine Quasi-Monopolstellung sowie dann auch mal tatsächliche Gewinne.

Nach dem ähnlich heiß diskutierten Börsengang des kleineren Konkurrenten Lyft, der sich unter dem Strich eher als Flop entpuppte, möchte Uber nun besser abschneiden.

Der erste Kurs wird heute um 15:30 Uhr MEZ erwartet – dann startet Uber in den Handel an den US-Börsen.