Coworking liegt derzeit im Trend – das US-Unternehmen WeWork setzt genau auf dieses Geschäftsmodell und will womöglich schon in Kürze den Sprung aufs Börsenparkett wagen. Profitabel ist das Start-up jedoch noch nicht.

Angeblich peilt der Büroraumanbieter WeWork, der sich offiziell in diesem Jahr in We Company umbenannt hat, Erlöse von mehr als 3 Mrd. USD im Rahmen der Notierungsaufnahme an. Damit wäre das IPO neben Uber der zweitgrößte Börsengang in den USA in diesem Jahr.

Bereits vor einigen Monaten soll das Wachstumsunternehmen bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC die nötigen Unterlagen für ein mögliches IPO eingereicht haben. Glaubt man Medienberichten, könnte der Sprung aufs Parkett sogar schon in der nächsten Wochen erfolgen.

Mit 47 Mrd. USD zählt der Büroflächenanbieter zu eines der derzeit am höchsten bewerteten Start-ups weltweit –  und das obwohl das im Jahr 2010 in New York gegründete Unternehmen tiefrote Zahlen schreibt: Im ersten Halbjahr 2019 sollen die Verluste bei knapp 700 Mio. USD gelegen haben. Im vergangenen Geschäftsjahr erzielten die New Yorker einen Umsatz von rund 1,8 Mrd. USD.

Der Börsenkandidat befindet sich aber angeblich auf Wachstumskurs: Laut eigenen Angaben hat WeWork 528 Standorte in 111 Städten weltweit; bei etwa 527.000 Kunden. Erst im Januar investierte die chinesische Softbank rund 2 Mrd. USD in WeWork. Die US-Amerikaner bieten Büroflächen und Co-Workspaces für Selbständige und Unternehmen an – in Deutschland existieren aktuell Standorte in Frankfurt, Berlin, Hamburg, Köln und München.

Über den Autor

Svenja Liebig ist Redakteurin des GoingPublic Magazins sowie verantwortlich für goingpublic.de