Der Tessiner Orthopädiekonzern Medacta plant einen Börsengang an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange. Laut Schweizer Medienberichten soll das IPO im zweiten Quartal über die Bühne gehen.

Neue Aktien werden allerdings keine herausgegeben. An die Börse gebracht werden lediglich „secondary“-Aktien, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Die Familie um den Gründer Alberto Siccardi will demnach auch nach dem Börsengang Mehrheitsaktionärin bleiben.

Mit dem Börsengang wolle man u.a. die Basis der Aktionäre verbreitern und die Visibilität von Medacta steigern.

Medacta produziert mit zuletzt 970 Mitarbeitern orthopädische Implantate und Instrumente, die bei Hüft-, Knie-, Schulter- und Wirbelsäulen-Problemen zum Einsatz kommen. Es verfügt über Niederlassungen in zwölf Ländern, so etwa in den USA, Australien, Japan oder in verschiedenen Ländern Europas.

Profitables Geschäftsmodell

Das Unternehmen erzielte 2018 einen Umsatz von 273 Mio. EUR  und steigerte diesen damit um 11% im Vergleich zum Vorjahr. Rund die Hälfte des Umsatzes werden laut Unternehmensangaben mit Produkten für die Hüfte generiert und gut ein Drittel im Bereich Knie. Das Tessiner Unternehmen ist dabei hoch profitabel: die Bruttomarge ließ sich 2018 auf knapp 75% beziffern und die EBITDA-Marge auf 32%.

Das Unternehmen sieht weitere Möglichkeiten für organisches Wachstum in allen Marktsegmenten durch eine vertiefte Penetration des Marktes und über neue Produkte und chirurgische Techniken.

Der Börsengang wird von den Banken Credit Suisse und Morgan Stanley koordiniert, JP Morgan und die UBS fungieren als Joint Bookrunners. Als unabhängiger Berater von Medacta beim Börsengang wurde die Bank Rothschild & Co engagiert.

Über den Autor

Svenja Liebig ist Redakteurin des GoingPublic Magazins sowie verantwortlich für goingpublic.de