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Der LKW-Zulieferer JOST steht kurz vor einer Börsennotierung im Prime Standard der Frankfurter Börse: Im zweiten Halbjahr soll der Börsengang laut Unternehmensangaben über die Bühne gehen – erfahrungsgemäß also vermutlich in den nächsten Wochen.

Dabei handelt es sich ausschließlich um eine Privatplatzierung an institutionelle Investoren – ein öffentliches Angebot wird es dabei nicht geben. Die Privatplatzierung soll durch die Ausgabe neuer Aktien aus einer Kapitalerhöhung mit einem Volumen von rund 130 Mio. EUR und die Veräußerung von bestehenden Aktien des bestehenden Aktionärs in einem noch zu bestimmenden Umfang realisiert werden.

Die Nettoerlöse sollen für die Rückzahlung bestehender Kredite sowie für weiteres Unternehmenswachstum genutzt werden. Der bestehende Aktionär der Gesellschaft – eine Holdinggesellschaft, an der von Cinven verwaltete Fonds eine Mehrheitsbeteiligung halten – plant die Veräußerung eines Teils seiner Beteiligung.

Als Joint Global Coordinators und Joint Bookrunners agieren die Deutsche Bank, J.P. Morgan und die Commerzbank. BNP Paribas wurde als weiterer Joint Bookrunner mandatiert; Rothschild berät als unabhängiger Financial Advisor.

Wachstum in Asien und Europa

JOST konnte in der letzten Zeit vor allem vom Wachstum in Asien und einer soliden Nachfrage in Europa profitieren: So stiegen die Umsatzerlöse im ersten Quartal 2017 um 9% auf 180,5 Mio. EUR – das bereinigte EBIT legte sogar um knapp 34% auf 22,5 Mio. EUR zu.

Im vergangenen Geschäftsjahr beliefen sich die Umsatzerlöse auf rund 634 Mio. EUR, wovon etwa 75% im Erstausstatter-Geschäft und 25% im Ersatzteil-Geschäft (Aftermarket) erzielt wurden (ohne das brasilianische Joint-Venture).

Seit der Gründung vor 65 Jahren hat sich Jost nach eigenen Angaben zu einem der weltweit führenden Hersteller und Lieferanten von sicherheitsrelevanten Komponenten für die Truck- und Trailer-Branche entwickelt. Im Jahr 2016 verzeichnete das in Neu Isenburg bei Frankfurt ansässige Unternehmen einen Weltmarktanteil von 54% bei Sattelkupplungen und von 56% bei Stützwinden.

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