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Die Beteiligungsholding der Cancom-Gründer strebt an die Börse, die Zeichnungsfrist hat am heutigen Montag begonnen. Die Preisspanne liegt bei 22 bis 27 EUR, was auf ein Emissionsvolumen von bis zu 155 Mio. EUR hinausläuft.

Börsengang & Emission
Im Rahmen des geplanten IPOs erwartet die Gesellschaft einen Bruttoemissionserlös in Höhe von bis zu 155 Mio. EUR. Dieser soll vorrangig zum Erwerb weiterer (Mehrheits-)Beteiligungen bzw. der Aufstockung bestehender Beteiligungen zur Stärkung der Marktposition verwendet werden. Das Angebot besteht aus 5 Mio. neuen Aktien sowie 0,75 Mio. Papieren aus Altaktionärsbestand zur Stellung der Überzeichnungsreserve (‚Greenshoe‘). Der Streubesitz würde nach erfolgreicher Emission bei max. 20% liegen.

Die Deutsche Bank und Hauck & Aufhäuser fungieren als Joint Global Coordinators und Joint Bookrunners. Die Mainfirst Bank Aktiengesellschaft ist Joint Bookrunner.

Die Zeichnungsfrist begann am heutigen Montag und geht plangemäß bis zum 31. Oktober. Erster Börsenhandelstag im Prime Standard soll der 6. November sein.

Unternehmen
Primepulse versteht sich als Digitalisierungs- und Wachstumsplattform, die ihre Portfoliounternehmen aktiv bei der Umsetzung der langfristigen organischen und anorganischen Wachstumsziele sowohl durch umfassende Kompetenzen im Bereich Digitale Transformation als auch als Finanzierungspartner unterstützt.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, weiter deutlich zu wachsen und sehen sowohl im Markt für Unternehmensbeteiligungen als auch in den Märkten unserer Portfoliounternehmen wie beispielsweise Industrial Automation und IoT erhebliche Wachstumspotenziale. Mit dem Börsengang wollen wir das ambitionierte Wachstum untermauern und zudem unsere Visibilität am Markt deutlich erhöhen”, erklärt Klaus Weinmann, Co-Founder, CEO & Chairman von Primepulse.

Primepulse hat nach eigenen Angaben derzeit ca. 80 Beteiligungen gebündelt, darunter die Familien-Holding AL-KO, die unter anderem Mähroboter herstellt und in der Klimatechnik aktiv ist, sowie den Elektronik-Fertiger Katek, den Primepulse vom Satellitenantennen-Hersteller Kathrein übernommen hatte.

Hintergrund
Die Gründer der Beteiligungsgesellschaft sind keine Unbekannten am Markt: So gründeten Stefan und Raymond Kober sowie Klaus Weinmann vor rund 25 Jahren den mittlerweile im TecDAX gelisteten IT-Konzern CANCOM – Weinmann ist zudem Aufsichtsratsvorsitzender der ebenfalls seit Kurzem börsennotierten Stemmer Imaging.

Die Hauptaktionäre Stefan Kober, Raymond Kober und Klaus Weinmann halten (auch über die ABCON Holding GmbH) knapp 98% der Aktien an der Holding Primepulse. Sie werden auch nach Durchführung der IPO-Kapitalerhöhung und im Falle der Ausübung der Mehrzuteilungsoption Mehrheitsaktionäre bleiben. Primepulse ist zudem mit 10,1% an Cancom beteiligt. Erst kürzlich gab Cancom-Gründer Klaus Weinmann nach 25 Jahren die Führung des Konzerns ab, um sich seiner neuen Funktion bei Primepulse zu widmen.

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