Das Berliner Beteiligungsgesellschaft German Startups Group startet die Zeichnungsfrist für die Aktien des Unternehmens am 08. Juli 2015. Die Möglichkeit Aktien zu zeichnen soll voraussichtlich am16. Juli 2015 um 12.00 Uhr für Privatanleger und um 16.00 Uhr für institutionelle Investoren enden.

Außergewöhnlich ist, dass das Berliner Unternehmen auch für alle deutschen Privatanleger anbietet, Kaufangebote direkt über seine Website abzugeben.

Die Preisspanne liegt bei der Zeichnungsfrist zwischen 2,70 EUR bis 3,60 EUR je Aktie.

Das Angebot umfasst dabei 22.098.075 auf den Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft, bestehend aus 20.000.000 neuen Aktien und 2.098.075 Aktien aus dem Besitz der Altaktionäre zum Zwecke einer eventuellen Mehrzuteilung.

Basierend auf einem Preis in Höhe von 3,15 EUR pro angebotener Aktie, also in der Mitte der Preisspanne und unter der Annahme, dass alle Aktien bei Investoren platziert und die Greenshoe-Optionen gegenüber der Gesellschaft und den Aktionären vollständig ausgeübt werden, würde sich der Gesamtnettoerlöse auf 64,1 Mio. EUR belaufen. Davon würden dem Unternehmen 61,6 Mio. EUR und den Altaktionären bei vollständiger Ausübung der Greenshoe-Option durch die Banken 2,5 Mio. EUR zufließen.

Der CEO Christoph Gerlinger (lesen Sie dazu auch das  Interview mit dem GoingPublic Magazin), der COO Nikolas Samios, die Aufsichtsräte der Gesellschaft sowie weitere Aktionäre und die German Startups Group selbst haben sich einem Lock-Up von 12 Monaten unterworfen. Sämtliche übrigen Altaktionäre haben sich einem Lock-Up von 6 Monaten unterworfen.

Nach Durchführung des Angebots und bei vollständiger Ausübung der Greenshoe-Optionen werden die Altaktionäre rund 23,0% und die neuen Aktionäre rund 77,0% der Aktien halten.

Der Start im Entry Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse ist für den 17. Juli 2015 geplant.

Beteiligungen an 43 Unternehmen
„Seit Geschäftsaufnahme in 2012 haben wir unser Portfolio aufgebaut und halten mittlerweile, direkt und indirekt, Beteiligungen an 43 operativ tätigen Unternehmen. Damit ist die German Startups Group im Tech Segment einer der aktivsten und wohl am schnellsten wachsenden Venture Capital-Investoren in Deutschland und sehr gut positioniert, um von der dynamischen Entwicklung der florierenden deutschen Startup-Szene zu profitieren,“ äußerte sich Christoph Gerlinger zum IPO.

Den Nettoerlös aus dem Börsengang plant die German Startups Group innerhalb der nächsten zwei Jahre zu 70% bis 80% in den Ausbau des Beteiligungsportfolios, also den Erwerb von Anteilen, zu investieren. Mit dem Erwerb zusätzlicher Anteile an der Exozet Berlin GmbH ist die Gesellschaft vor kurzem ihre erste Mehrheitsbeteiligung eingegangen. GSG plant, neben weiteren Minderheitsbeteiligungen zukünftig auch weitere Mehrheitsbeteiligungen zu erwerben und diese langfristig zu halten und zu fördern. Daneben sollen in Einzelfällen bestehende Minderheitsbeteiligungen zu Mehrheitsbeteiligungen ausgebaut werden.

Die beteiligten Emissionsbanken bei dem IPO sind COMMERZBANK AG, Hauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA, BHF-BANK AG und quirin bank.

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