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Mit Decheng wagt erstmals ein auf Polyurethan (PU) spezialisiertes Unternehmen aus China den Gang auf das Frankfurter Börsenparkett. Bis zu 10,5 Mio. EUR will das Unternehmen  durch die Ausgabe neuer Aktien einnehmen. Dabei wollen Mehrheitsaktionäre auf Dividendenzahlungen bis 2019 verzichten. Zudem planen die Mehrheitseigner mindestens in den nächsten drei Jahren keine Anteile zu verkaufen. Durch das internationale IPO erhoffen sich die Chinesen mehr Kooperationspartnerschaften in Europa.

Decheng-CFO Ooi Guan Hoe (Rick)
Decheng-CFO Guan Hoe Ooi (Rick) während des Gesprächs mit dem GoingPublic Magazin.

Börsengang
Im Rahmen des Börsengangs bietet Decheng bis zu 3 Mio. neue Stückaktien in Deutschland zu einem Festpreis von 3,50 EUR an. Durch das öffentliche Angebot könnte das Unternehmen bis zu  10,5 Mio. EUR einnehmen. Die Zeichnungsfrist begann am 6. Juni und endet voraussichtlich am 20. Juni. Ab 28. Juni soll die Aktie  im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notieren. Als Global Coordinator und Lead Manager agiert die ACON Actienbank.

Basierend auf dem Grundkapital von 30 Mio. bestehenden und zuzüglich der angebotenen 3 Mio. neuen Aktien ergibt sich eine MarketCap zur Emission von 115 Mio. EUR. Eine vorbörsliche Research-Analyse sah einen fairen Unternehmenswert von etwa 185 Mio. EUR, basierend auf einem Peergroup-Vergleich und Discounted Cashflow-Verfahren.

Eine Besonderheit des Börsengangs liegt in den langfristigen Verpflichtungen der Mehrheits-Anteilseigner: „Diese haben sich eine relativ lange Sperrfrist von bis zu drei Jahren gesetzt und planen in dem Zeitraum keine ihrer bestehenden Anteile zu verkaufen“, erklärte Decheng-CFO Guan Hoe Ooi in einem Gespräch mit dem GoingPublic Magazin. Außerdem sollen  bisherige Großaktionäre in den Jahren 2017 bis 2019 auf ihre Dividende verzichten. Da einige der bestehenden Aktionäre Anteile unter 5% besitzen und somit in den Freefloat eingerechnet werden, ergäbe sich im Falle einer Vollplatzierung ein Streubesitz von rund 26%. Mit dem Börsengang soll Wachstum finanziert, die Bekanntheit im Markt gesteigert und neue Partnerschaften generiert werden.  

Unternehmen
Ob an den Füßen, am Körper oder in den eigenen vier Wänden: Polyurethan kennt und trägt theoretisch fast jeder im Alltag – denn das chemische Produkt wird vornehmlich in der Kunstleder-Produktion verwendet und findet sich in z.B. in Schuhen, Kleidung oder Polstermöbeln. Das  im Jahr 2001 gegründete chinesische Spezialchemieunternehmen Decheng Technology aus Quanzhou in der chinesischen Provinz Fujian  hat sich u.a. auf diese Polyurethan-Fertigung spezialisiert.

Letztes Jahr zählte Decheng 123 Vollzeit-Mitarbeiter. Großen Wert legt  das Unternehmen auf den Bereich Forschung &

Das Vorstands-Team von Decheng:
Das Vorstands-Team von Decheng (v.l.n.r.): Cern Yong Teo, Stellvertretender Vorsitzender, Xiaofang Zhu, CEO und Guan Hoe Oii (Rick), CFO.

Entwicklung (F&E): So arbeitet Decheng mit verschiedenen chinesischen Universitäten und Chemieinstituten zusammen, um seine Produkte kontinuierlich zu verbessern.

Eine Besonderheit liegt in der spezifischen Art des von Decheng produzierten Polyurethans: Durch das Mixen der MDI- und TDI-Isocyanate MDI mit Polyester-Polyol-Hydroxylen können spezielle Polyurethanharze mit verbesserter Produkteigenschaft entstehen, z.B. Wasserfestigkeit bei Textilien oder Feuerresistenz  bei Lederimitaten. Großes Augenmerk lege Decheng dabei vor allem auf eine umweltfreundliche Produktion mit sozialer Verantwortung – so will das Unternehmen, ohne schädliche Lösungsmittel oder tierische Produkte – wie bei echtem Leder der Fall – auszukommen.

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