Die Siltronic AG, der nach eigenen Angaben weltweit drittgrößte Hersteller von Wafern aus Reinstsilicium für die Halbleiterindustrie, steht kurz vor einem IPO im Prime Standard der Frankfurter Börse.

Dabei sollen neue Aktien aus einer Kapitalerhöhung von Siltronic platziert sowie Aktien aus dem Bestand des Mutterkonzerns Wacker Chemie veräußert werden. Abhängig vom Börsenumfeld soll der Gang aufs Parkett noch vor der Sommerpause über die Bühne gebracht werden. „Der nun geplante Börsengang kommt zu einem Zeitpunkt, an dem wir in jeder Hinsicht sehr gut für eine erfolgreiche, eigenständige Zukunft aufgestellt sind“, betont Dr. Christoph von Plotho, Vorstandsvorsitzender der Siltronic AG.

Citi und Credit Suisse begleiten den Börsengang als Joint Global Coordinators und als Joint Bookrunners. Commerzbank, HSBC und Unicredit Bank wurden als Co-Lead Managers mandatiert. Die Aktien sollen in Deutschland und Luxemburg privaten und institutionellen Investoren angeboten werden. Außerhalb dieser Länder ist geplant, die Siltronic-Aktien privat zu platzieren.

Im Geschäftsjahr 2014 erzielte Siltronic einen Umsatz von etwa 853 Mio. EUR (bereinigt um die Vollkonsolidierung eines Joint Ventures, das zuvor mittels der Equity-Methode bilanziert wurde). Das EBITDA lag bei knapp 118 Mio. EUR. In das neue Geschäftsjahr ist Siltronic mit einem kräftigen Umsatzplus gestartet: So beliefen sich die Erlöse im ersten Quartal auf rund 239 Mio. EUR, was einem Plus von rund 17% gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

Siltronic blickt angesichts der guten Ausgangssituation sowie des attraktiven industriellen Umfelds optimistisch in die Zukunft: Die andauernde Digitalisierung biete Potential für weiteres Wachstum der Wafer-Industrie. Dies wäre durch eine Fortsetzung der aktuellen Wechselkursentwicklung noch gefördert, meinen die Münchner.

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