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Nach einer 35-jährigen Pause will der Jeanshersteller Levi Strauss (Levi’s) zurück an die Börse und hat dafür das erste Quartal 2019 anvisiert. Bei einer Gesamtbewertung von 5 Mrd. USD will Levi’s zwischen 600 und 800 Mio. USD an Emissionserlösen generieren.

Laut einem Medienberichten von Mittwoch will sich der offizielle Erfinder der Jeans im Frühjahr 2019 nach einer 35-jährigen Abstinenz teilweise zurück aufs Börsenparkett begeben. Laut eingeweihten Kreisen will Levi’s bei einer angepeilten Gesamtbewertung von mind. 5 Mrd. USD dabei zwischen 600 und 800 Mio. USD einnehmen – wenngleich das derzeit noch eine grobe Richtschnur darstellen soll und sowohl die IPO-Dimension als auch der Zeitpunkt sich wie üblich noch ändern können. Als Konsortialpartner sollen JP Morgan und Goldman Sachs fungieren. Levi’s selbst hat die Pläne bis dato noch nicht kommentiert.

Die Levi's von heute
Die Levi’s von heute

Das 145 Jahre alte Unternehmen wurde von dem aus Bayern nach New York immigrierten Levi Strauss und seinem Partner Jacob Davis in San Franzisko gegründet. Bereits 1971 wurde ein erster Börsengang vollzogen, der damals mit Einnahmen von ca. 50 Mio. USD zu den größten seiner Zeit zählte, obwohl die Familie die Aktienmehrheit behielt. Infolgedessen mehrten sich bei Levi’s aber die Verluste einhergehend mit einem sinkenden Aktienkurs. Per Leverage Buyout haben die Nachkommen von Levi Strauss das Unternehmen 1984 schließlich wieder privatisiert, um es 1996 per erneutem Buyout endgültig wieder komplett unter ihre Fittiche zu nehmen.

Da die Levi’s Tochter Levis Strauss K.K. an der Tokioter Börse notiert ist und auch Bonds von Levi’s öffentlich gehandelt werden veröffentlicht Levi’s Quartalszahlen nach SEC-Standards. Nach erneuten Umsatz- und Gewinnrückgängen in den vergangenen Jahren, konnte Levi’s den Umsatz im 3.Quartal 2018 um 10% im Vergleich zum Vorjahr wieder auf 1,4 Mrd. USD steigern (Gesamtjahr 2017: 5 Mrd. USD). Der Nettogewinn betrug 130 Mio. USD – ein Zuwachs von sogar 45%. Seine über die vergangenen Jahrzehnte angehäuften Schulden konnte der Jeanshersteller während der letzten beiden Jahre halbieren. Levi’s CEO Chip Berg setzt für die Zukunft schwerpunktmäßig naturgemäß auf den weiteren Ausbau des Levi’s Online-Handels. Darüber hinaus werden die Marken Levi’s, Dockers and Denizen nach wie vor in etwa 2900 Einzelhandelsläden unter eigenem Namen und in ca. 50000 Franchise-Einzelhändlern in insgesamt 110 Ländern verkauft.

Autor: Ike Nünchert

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