„Neue Wege der Expansion einleiten“

Interview mit Lars Böhrnsen, CFO, Stemmer Imaging

GoingPublic: Hr. Böhrnsen, könnten Sie die bisherige unternehmerische Expansion in eigenen Worten kurz zusammenfassen?
Böhrnsen: Herr Stemmer hatte das Unternehmen 1987 gegründet und im Laufe der Jahre, u. a. auch in nordeuropäischen Ländern zugekauft. Die dort damals tätigen Unternehmen konnten sich nicht dauerhaft am Markt durchsetzen und durch deren Integration in die Stemmer Imaging AG gelang es nach und nach in Europa zu expandieren. In einer zweiten Phase der europäischen Integration ab ca. 2013 beschleunigte sich das Wachstum nochmals: So sind wir in dieser Zeit jährlich relativ zum Markt überdurchschnittlich mit etwa 12% gewachsen. Mit dem Börsengang verfügen wir nun über eine zusätzliche Möglichkeit, dies weiter zu forcieren.

GoingPublic: Mehrheitseigner ist Primepulse. Wer ist das und welche speziellen Synergien ergeben sich dadurch?
Böhrnsen: Primepulse sind die Gründer und Lenker der im TecDAX gelisteten CANCOM und der als Familienunternehmen gewachsenen AL-KO. Sie verfügen einerseits über Erfahrung bei M&A, IPOs und dem Kapitalmarktumfeld allgemein, aber auch über Expertise in unserem Marktsegment mit IT-Themen wie beispielsweise Industrie 4.0 oder IIoT. Beides wird für unsere weitere Expansion eine signifikante Unterstützung sein.

GoingPublic:  Hier in Deutschland kennt man die börsennotierte ISRA Vision sehr gut. Machen Sie etwas Ähnliches oder wie kann sich jemand, der sich mit der Technik nicht sehr genau auskennt, etwas darunter vorstellen?
Böhrnsen: ISRA Vision ist aus unserer Sicht ein sog. Systemintegrator, der diese Systeme beim Kunden vor Ort implementiert. Da wir sozusagen das Bildverarbeitungssystem als individuelles Lösungskonzept aus Hardware-Komponenten, eigener Software und Services liefern und dieses an Systemintegratoren weiterleiten, ist ISRA Vision insofern theoretisch eher ein Kunde von uns.

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