Die Beteiligungsgesellschaft GESCO hat gestern ihre Geschäftszahlen 2017/18 vorgelegt und blickt positiv auf das kommende Geschäftsjahr. Darüber hinaus stellte sich der künftige neue CEO Ralph Rumberg erstmalig Pressevertretern und Investoren vor.

Insgesamt stieg der Auftragseingang in einer Mischung aus internem und externem Wachstum um 10,8 % auf 552,4 Mio. EUR (Vorjahr 498,7 Mio. EUR). Der Konzernumsatz kletterte um mehr als 13% auf 547 Mio. EUR. nach oben.

Überschattet wird die erfreuliche operative Entwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahr jedoch von einem Kartellverfahren gegen die Dörrenberg Edelstahl, eine 90%ige Tochtergesellschaft der GESCO. Für ein Bußgeld zur einvernehmlichen Beendigung dieses Verfahrens wurde im Konzernabschluss 2017/2018 eine Rückstellung in Höhe von 8,5 Mio. EUR gebildet.

Fullhouse auf der Bilanz PK 2018 von GESCO. Gastgeber war Maschinenbauer MAE.
Fullhouse auf der Bilanz PK von GESCO. Gastgeber war Maschinenbauer MAE.

Erstmals in der Erfolgsrechnung enthalten ist die zum Kalenderjahreswechsel 2016/2017 erworbene Pickhardt & Gerlach-Gruppe. Die Beteiligung an der Protomaster hingegen wurde wie angekündigt im Dezember 2017 veräußert.

Das EBIT stieg mit 52,6 % deutlich und erhöhte sich auf 33,8 Mio. EUR (Vorjahr: 22,1 Mio. EUR). Der Konzernjahresüberschuss  erreichte mit rund 16 Mio. EUR gut das Doppelte des Vorjahreswertes von 7,9 Mio. EUR. Die Dividende soll zudem von 0,35 EUR auf 0,60 EUR je Aktie steigen.

Personeller Umschwung & optimistischer Ausblick

Darüber hinaus stellte sich im Rahmen der Bilanzpresse- und Investorenkonferenz gestern auch der künftige CEO Ralph Rumberg vor, der ab 1. Juli die Mittelstandsholding leiten wird. Der 48-jährige löst damit Eric Bernhard ab, der bereits Mitte Juni die Gesellschaft verlassen hat.

Seine berufliche Laufbahn begann Rumberg bei BMW Motorsport als Teammanager und Fahrzeugleiter, wechselte nach fünf Jahren zu AMG Mercedes-Benz in vergleichbarer Verantwortung und war von 1999 bis 2013 in der Industrie bei Bosch Rexroth in verschiedenen Unternehmen tätig.  Seit 2014 war er als CEO der AVICEM KOKI tätig.

Für das laufende Geschäftsjahr gibt sich die Beteiligungsgesellschaft weiterhin optimistisch: „Wir erwarten moderates Umsatzwachstum und in allen Segmenten weiter steigende Ergebnisse. Das hohe Niveau des ersten Quartals bestärkt uns in unserem Optimismus“, erklärt CFO Robert Spartmann, der aus privaten Gründen Ende November das Unternehmen verlassen wird.

Im Gesamtjahr sollen die Umsätze bis zu 560 Mio. EUR erreichen – der Überschuss  sogar von 16 Mio. auf 26 Mio. bis 27 Mio. Euro klettern.

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