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„Geteiltes Leid ist halbes Leid“ – die altbekannte Redewendung kennt wohl jeder im deutschsprachigen Raum. Dass Teilen aber auch zur Wohlstandsvermehrung beitragen kann, ist hingegen nicht ganz so geläufige. Dieser Aspekt und viele weitere spannende Themen wurden bei der diesjährigen CIRA-Jahreskonferenz in Wien diskutiert. Insgesamt fanden sich rund 300 Kapitalmarktspezialisten im SO/-Hotel ein, um sich in neun Panels über neueste Trends und künftige Entwicklungen der IR- und Kapitalmarktbranche auszutauschen. Von Svenja Liebig

Kooperationen sind in der Wirtschaft eigentlich nichts Neues: Man denke nur im klassischen Sinne z.B. an Joint Ventures oder an den Aktienmarkt per se – dieser basiert schließlich in erster Linie auf dem Teilhabeprinzip. Der österreichische Bestsellerautor Marc Elsberg ging in seiner Keynote auf der diesjährigen CIRA-Jahreskonferenz Mitte Oktober in Wien noch einen Schritt weiter und stellte Teilen mit Wohlstandswachstum gleich. „Kooperationen sind sinnvoller als von Gier getriebener Wettbewerb“, so Elsbergs Theorie. Anhand einer Bauernfabel veranschaulichte er, dass der Wohlstand der Wirtschaft nur durch langfristiges Teilen möglich sei, anstelle eines Agierens als Einzelkämpfer, in der sich jeder Einzelne als Wettbewerber des Anderen sehe.

Elsberg. Foto: CIRA/APA-Fotoservice/Bargad
Marc Elsberg auf dem Podium. Foto: CIRA/APA-Fotoservice/Bargad

Jedoch dürfe man nicht den Fehler begehen – wie es z.B. in sozialistischen Systemen geschieht –, dass dabei eine komplette „Gleichmacherei“ entstehe. Vielmehr könnten solche gewinnbringenden Kooperationen nur auf Basis von Vielfalt und individuellen Freiheiten funktionieren.

Ohne Teilen geht’s nicht

Mit den Themen Kooperationen und Teilen ging es im Anschluss an die Keynote weiter: Bei der ersten Panelrunde, „Erfolgreich an der Wiener Börse“, wurden sowohl u.a. Neuemittenten wie Frequentis und Marinomed als auch altbekannte Börsen-Traditionsunternehmen wie PORR und AT&S auf die Bühne „allokiert“. So berichteten die österreichischen Emittenten über ihre Erfahrungen am Kapitalmarkt und darüber, welche Rolle der Kooperationsgedanke für ihr Geschäftsmodell spielt. Für Karl-Heinz Strauss, CEO von PORR, ist eindeutig klar, dass ein global agierendes Unternehmen wie PORR ohne strategische Kooperationen und sinnvolle Arbeitsteilung am Markt kaum erfolgreich sein könne.

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