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Das Pharmaunternehmen Cheplapharm Arzneimittel GmbH will noch in diesem Jahr an die Börse. Das berichtet „Bloomberg“. Das in Greifswald ansässige Unternehmen ist laut der Nachrichtenagentur bereits in Gesprächen mit Beratern. Aus Insider-Kreisen will Bloomberg erfahren haben, dass Cheplapharm mit 7 Mrd. EUR bis 8 Mrd. EUR bewertet werden könnte.

Cheplapharm hatte erst im Januar seine bis dato größte Akquisition abgeschlossen. Der Arzneimittelhersteller hat das Herz-Kreislauf- und Stoffwechselportfolio von Takeda übernommen. „Diese Akquisition demonstriert unsere wachsende Aufmerksamkeit als Global Player im pharmazeutischen Markt. Das Portfolio enthält hochwertige Markenprodukte, die über mehrere Therapiegebiete verteilt sind und entspricht damit unserem Ziel der maximalen Diversifizierung“, erklärte Sebastian Braun, CEO von Cheplapharm, damals – und wies damals schon auf die weiteren Wachstumsambitionen hin.

Weitere IPO-Kandidaten finden Sie auf unserer Watchlist.

Cheplapharm gehört seit 2003 der Familien Braun, genauer der Braun Beteiligungs GmbH, einem Vehikel des Ex-Pharma-Managers Norbert Braun. Die Life Sciences-Firma hat bereits in den letzten Jahren immer wieder zugekauft. Im Portfolio sind Arzneimittel zur Behandlung von Infektionskrankheiten, kardiovaskulären Erkrankungen oder der Suchtmedizin.

Finanziert ist das Unternehmen vor allem über Hochzinsanleihen. Die Ratingagentur Fitch weist in ihrem Financial Summary zu den Greifswaldern für 2020 einen erwarteten Umsatz von 659 Mio. EUR aus, die EBITDA-Marge soll bei über 50% liegen. 2021 solle der Umsatz noch einmal massiv steigen: um 88% auf 1,24 Mrd. EUR bei leicht wachsender Rendite.