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GlaxoSmithKline und CureVac haben eine Kooperation über 150 Mio. EUR vereinbart, die auf ihrer bereits bestehenden Zusammenarbeit aufbauen soll. Ziel der Kooperation ist die Entwicklung von mRNA-Impfstoffen der nächsten Generation, die nach Angaben der beiden Unternehmen das Potential eines multivalenten Ansatzes gegen potenziell aufkommenden Virusvarianten in einem Impfstoff mit sich bringt. Zudem wird GSK die Herstellung von bis zu 100 Mio. Dosen des aktuellen COVID-19-Impfstoffkandidaten CVnCoV im Jahr 2021 unterstützen.

CureVac und GSK: Möglichkeit für weitere mRNA-Impfstoffe

Im Rahmen dieser neuen, exklusiven Partnerschaft wollen GSK und CureVac ihre Ressourcen und Expertise bündeln, um mehrere mRNA-Impfstoff-Kandidaten mit multi- und monovalenten Ansätzen zu erforschen, zu entwickeln und herzustellen. Zielsetzung für diese Zusammenarbeit ist ein breiterer Schutz gegen mehrere Varianten von SARS-CoV2 sowie die Möglichkeit einer schnelleren Reaktion auf weitere eventuell auftretende Varianten in der Zukunft. Das Entwicklungsprogramm startet sofort mit einer geplanten Verfügbarkeit des Impfstoffs im Jahr 2022; vorbehaltlich der Zulassung durch die Behörden.

Die COVID-19-Impfstoffe der nächsten Generation, die gegen neue Varianten des COVID-19-Virus wirken sollen, können entweder genutzt werden, um noch nicht geimpfte Menschen zu schützen, oder als Auffrischimpfung, falls die Immunantwort auf eine erste Impfung über die Zeit nachlassen sollte. Darüber hinaus sollen im Rahmen der Partnerschaft weitere Möglichkeiten evaluiert werden, neuartige mRNA-Impfstoffen zu entwickeln, die gegen mehrere Atemwegs-Viren inklusive COVID-19 schützen könnten. Die Zusammenarbeit baut auf dem COVID-19-Impfstoffkandidaten CVnCoV auf, der aktuell in einer klinischen Phase-2b/3-Studie untersucht wird.

Vorauszahlung über 75 Mio. EUR an CureVac

Als Teil der neuen Partnerschaft wird GSK auch die Herstellung des COVID-19-Impfstoffkandidaten der ersten Generation CVnCoV unterstützen. Aktuell befindet dieser sich in der klinischen Studie der Phase-2b/3. GSK wird dabei seine Produktionskapazitäten in Belgien nutzen, um bis zu 100 Mio. Dosen des Impfstoffs noch im Jahr 2021 herzustellen. CVnCoV wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2021 bei den Behörden zur Prüfung eingereicht.

Unter den Bedingungen der erweiterten Partnerschaft wird GSK Zulassungsinhaber für den Impfstoff der nächsten Generation sein mit Ausnahme der Schweiz. GSK wird den Impfstoff in allen Ländern mit Ausnahme von Deutschland, Österreich und der Schweiz vermarkten. GSK leistet demnach eine Vorauszahlung von 75 Mio. EUR und eine weitere Meilensteinzahlung in Höhe von 75 Mio. EUR, die vom Erreichen bestimmter Meilensteine abhängt.

Rentschler produziert Impfstoffdosen

Erst vor wenigen Tagen hatte CureVac sein globales Produktionsnetzwerk erweitert. Im Rahmen einer neuen Kooperation mit Rentschler Biopharma wurde vereinbart, dass Rentschler am Standort in Laupheim die Herstellung, Aufreinigung und Formulierung des Vakzins im Rahmen der Produktion des COVID-19-Impfstoffes CVnCoV von CureVac übernehmen soll.

Die Unternehmen haben im November 2020 eine vertragliche Vereinbarung über diese Zusammenarbeit getroffen und mit dem Einrichten entsprechender Produktionslinien an Rentschler Biopharmas Standort in Laupheim begonnen. Derzeit werden die Herstellungsprozesse getestet und optimiert, um eine maximale mRNA-Ausbeute zu erzielen. Es wird erwartet, dass in Laupheim pro Jahr mehr als 100 Mio. Dosen des CureVac-Impfstoffes hergestellt werden können.

Über den Autor

Holger Garbs ist seit 2008 als Redakteur für die GoingPublic Media AG tätig. Er schreibt für die Plattform Life Sciences und die Unternehmeredition.