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Nach der 300 Mio. EUR Investition des Bundes Mitte Juni steigt nun auch der Pharmariese GlaxoSmithKline (GSK) mit 150 Mio. EUR bei CureVac ein. Mit dem Investment sichert sich GSK etwa zehn Prozent am deutschen Impfstoffentwickler. Die heute unterzeichnete strategischen Kooperationsvereinbarung umfasst die Erforschung, Entwicklung, Erzeugung und Vermarktung von bis zu fünf mRNA-basierten Impfstoffen und monoklonalen Antikörpern (mAbs) zur Bekämpfung von Erregern von Infektionskrankheiten. CureVacs bestehende klinische Entwicklungsprogramme zu mRNA-Impfstoffen gegen das neuartige Coronavirus sowie gegen Tollwut seien aber nicht Teil der Kooperation. GSK arbeitet wiederum mit Sanofi an einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus.

Gemäß der Vereinbarung wird GSK eine Eigenkapitalinvestition von 150 Mio. EUR in CureVac tätigen, was knapp 10% der Anteile am Grundkapital von CureVac entspricht. Außerdem wird GSK eine Einmalzahlung in Höhe von 120 Mio. EUR und eine erstattbare Zahlung von 30 Mio. EUR leisten. Letztere wird fällig, sobald die derzeit in Deutschland im Bau befindliche industrielle Produktionsanlage von CureVac ihre GMP-Zertifizierung (Good Manufacturing Practice) durch die zuständigen Behörden erhalten hat. CureVac stehen zudem Zahlungen für Entwicklungs- und Zulassungsmeilensteine in der Höhe von bis zu 320 Mio. EUR sowie für kommerzielle Meilensteine von bis zu 380 Mio. EUR zu. Darüber hinaus erhält CureVac gestaffelte Lizenzgebühren auf Produktverkäufe.

GSK wird auch die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit von CureVac im Rahmen dieser Kooperation finanziell unterstützen. CureVac ist verantwortlich für die präklinische und klinische Entwicklung dieser Projekte bis einschließlich der Phase-I-Studien, während GSK die Verantwortung für die spätere Weiterentwicklung und Kommerzialisierung übernimmt. CureVac ist zudem verantwortlich für die GMP-Erzeugung der Produktkandidaten bis zur Kommerzialisierung und erhält Vermarktungsrechte der entwickelten Produkte in ausgewählten Ländern.

Roger Connor, Vorsitzender von GSK Vaccines, sagte: „Unsere self-amplifying mRNA-Impfstofftechnologie (SAM) hat das Potential der mRNA-Technologie in der Wissenschaft der Impfstoffentwicklung gezeigt. Die Erfahrung von CureVac ergänzt unsere eigene Expertise. Mithilfe der mRNA-Technologie, darunter SAM, hoffen wir, nun gemeinsam Impfstoffe und Therapien zu entwickeln und im großen Maßstab produzieren zu können, um Infektionskrankheiten schneller als bisher behandeln und verhindern zu können.“

Dr. Franz-Werner Haas, amtierender Vorstandsvorsitzender von CureVac, fügte hinzu: „Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit GSK. Auf Grundlage dieser Kooperation gewinnen wir einen Partner von Weltrang, dessen Expertise und globale Ausrichtung es uns ermöglicht, unsere Plattform auszubauen und auf dieser Basis mögliche Produkte für die ganze Welt zu entwickeln.“

Darüber hinaus hatte CureVac zu Beginn des Monats von der Europäischen Investitionsbank (EIB) weitere 75 Mio. EUR für die Entwicklung und Ausweitung der Produktion von Impfstoffen zur Verfügung gestellt bekommen. Der für Innovation und Gesundheit zuständige Vizepräsident der EIB, Ambroise Fayolle, äußerte sich dazu mit folgenden Worten: „Dank unserer Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission können wir eine steigende Zahl innovativer Bio- und Medizintechnologie-Unternehmen wie CureVac mit Finanzierungen bei der Erforschung und Entwicklung von Impfstoffen, Therapeutika und Diagnoselösungen unterstützen. Dies ist ein Mehrwert für Europa, und die EIB tut alles, um diesen Effekt zum Wohle der Menschen zu maximieren.“