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BioM, bioRN und die ESMT Berlin haben die Gründung eines „Unified Hub for Healthcare Innovation“ bekannt gegeben. Die Allianz verbindet die Biotech-Cluster Bayern und Rhein-Neckar mit dem DEEP Institute for Deep Tech Innovation an der ESMT Berlin. Ziel ist es wissenschaftliche Durchbrüche schneller in marktfähige Gesundheitslösungen und wachstumsfähige Unternehmen zu überführen. Von Jenny Gspahn-Staudigl

Drei Innovationsregionen sollen national vernetzt werden

Die neue Plattform soll die regionalen Stärken von BioM in Bayern, bioRN in der Metropolregion Rhein-Neckar und der ESMT Berlin bündeln. Damit entsteht ein überregionaler Ansatz, der Forschende, Gründer, Investoren, Mentoren und Industriepartner enger zusammenbringen soll.

Für den deutschen Life-Science-Standort ist die Initiative vor allem mit Blick auf Translation und Skalierung relevant. Während Deutschland über starke Forschungsinstitutionen, Biotech- und Pharmaunternehmen sowie eine wachsende Investorenlandschaft verfügt, bleibt die Überführung wissenschaftlicher Ergebnisse in marktfähige Produkte ein struktureller Engpass. Der Unified Hub soll  genau an dieser Schnittstelle ansetzen.

Aufbau auf bestehender Zusammenarbeit

Die Partner verweisen auf ihre bisherige Kooperation im Rahmen unternehmerischer Programme wie dem Creative Destruction Lab Berlin Health Stream. Dort erhalten wissenschaftsbasierte Start-ups Mentoring durch Unternehmer, Führungskräfte und Investoren, um ihr kommerzielles Wachstum zu beschleunigen. Der Unified Hub soll diesen Health Stream weiter unterstützen und zugleich um zusätzliche Initiativen ergänzen

Bedeutung für Start-ups und Industrie

Der Unified Hub soll nach Angaben der Partner den Übergang von wissenschaftlicher Forschung in marktfähige Gesundheitslösungen erleichtern. Start-ups und wachstumsorientierte Unternehmen sollen in unterschiedlichen Entwicklungsphasen unterstützt und mit Mentoren, Investoren sowie Industriepartnern vernetzt werden.

Für Forschende, Gründer und Industriepartner soll die Plattform Zugang zu einem größeren Netzwerk, zusätzlicher Expertise und neuen Kooperationsmöglichkeiten im deutschen Gesundheitsinnovationsökosystem schaffen. Ob daraus konkrete Finanzierungen, Ausgründungen oder Markteinführungen entstehen, bleibt offen.

Offene Plattform statt regionaler Einzelinitiative

Die Partner beschreiben den Unified Hub als offene Plattform, die bestehende regionale Aktivitäten ergänzen und nationale Stärken bündeln soll. Im Fokus stehen Therapeutika, Diagnostik, Medizintechnologien und digitale Gesundheitslösungen.

BioM bringt dabei mehr als 25 Jahre Erfahrung als Netzwerkorganisation für die bayerische Biotechnologiebranche ein. bioRN positioniert sich als Life-Science-Cluster der Rhein-Neckar-Region mit mehr als 180 institutionellen Mitgliedern. Das DEEP Institute an der ESMT Berlin konzentriert sich auf Deep-Tech-Innovation, Technologietransfer und das Wachstum wissenschaftsbasierter Start-ups.

Fazit

Der „Unified Hub for Healthcare Innovation“ bündelt die Netzwerke von BioM, bioRN und ESMT Berlin über drei zentrale deutsche Life-Science-Standorte hinweg. Im Mittelpunkt steht der Anspruch, Forschung, Gründung und industrielle Anwendung im Gesundheitssektor enger zu verbinden und bestehende regionale Initiativen national zu ergänzen.

Autor/Autorin

Content Managerin at GoingPublic Media AG

Jenny Gspahn-Staudigl ist Content Managerin für die Kapitalmarkt-Plattform GoingPublic (GoingPublic, HV Magazin, www.goingpublic.de). In ihrer täglichen Arbeit beschäftigt sie sich mit Themen rund um den Aktienmarkt, aktuelle Börsengänge sowie alle Aspekte rund um die Börsennotiz von Unternehmen.