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Fusionen und Übernahmen stellen für Unternehmen spezielle Situationen dar – insbesondere, wenn sie grenzüberschreitend durchgeführt werden und unterschiedliche Sprachen, Kulturen und rechtliche Rahmenbedingungen zum Tragen kommen. Kommunikation spielt daher eine zentrale Rolle – so auch beim ausgewählten Fallbeispiel, der Übernahme der französischen Diana-Gruppe durch die Symrise AG. *

Carolin Amann (FTI Consulting) und Tobias Erfurth (Symrise AG) über grenzüberschreitende Investor Relations
Carolin Amann (FTI Consulting) und Tobias Erfurth (Symrise AG) über grenzüberschreitende Investor Relations

Erweiterung des Produktportfolios und der Rohstoffversorgung
Die Ausgangslage: Die M&A-Strategie des Duft- und Geschmacksstoffherstellers zielt stets auf Mehrwert – etwa den Zugang zu neuen Technologien, Produktanwendungen oder Märkten. Die Diana-Gruppe erfüllte genau diese Kriterien, da sie Lösungen für Heimtiernahrung und Anwendungen für Babynahrung anbietet. Das Unternehmen verfügt über eine Rückwärtsintegration sowie über ein großes Portfolio an natürlichen Aromen und Extrakten, etwa für Konfitüre und Püree. Entsprechend überzeugt die strategische Logik: Der Zukauf zahlte auf die Erweiterung der eigenen Rückwärtsintegration, die Portfoliodiversifizierung und den Zugang zu neuen attraktiven Marktsegmenten ein.

Eine (Equity) Story – verschiedene  Zielgruppen
Diana wurde von Private Equity in einem Bieterprozess angeboten. Entsprechend waren die Verhandlungen von hohem Tempo geprägt, was auch dazu führte, dass die involvierten Bereiche Unternehmenskommunikation und Investor Relations nur wenig Vorlaufzeit für die Entwicklung der M&A-Story hatten. Hinzu kam, dass am Markt über den Deal bereits spekuliert wurde. Andererseits waren so die Fragen des Kapitalmarktes noch schneller zu identifizieren und zu adressieren.

Aber nicht nur Investoren, Analysten und Medien galten von den Vorteilen des Erwerbs überzeugt werden, sondern auch Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter. Besonders im Fokus: die Belegschaft von Diana. In Frankreich unterliegen Fusionen und Übernahmen der Zustimmungspflicht des Betriebsrats. Um den Erwerb unter Dach und Fach zu bringen, musste also zuvor die Zustimmung der Arbeitnehmervertretung erzielt werden.

Die Kommunikation betonte daher von Anfang an nicht nur Fakten zur industriellen Logik, Finanzierung und Guidance, sondern bot auch Transparenz zum Integrationsfahrplan und vor allem:  zur künftigen Aufstellung von Symrise. Gegenüber Kunden wurde zusätzlich das deutlich erweiterte Angebot an natürlichen Anwendungen betont. Mitarbeitern wurden vor allem die komplementären Kompetenzen aufgezeigt und die nachhaltig hohe Profitabilität von Diana wurde bei Investoren hervorgehoben.

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