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Am 8. Juni 2017 richtete das Center for Corporate Reporting (CCR) zum achten Mal das Geschäftsberichte-Symposium in Zürich aus. Unter dem Titel „Reporting 2025 – Wird alles anders?“ gingen Experten und Teilnehmer der Frage nach, wie sich das Reporting in den kommenden Jahren verändern wird. Das GoingPublic Magazin sprach im Nachgang des Symposiums mit dem Initianten Reto Schneider über die Veranstaltung, das Center for Corporate Reporting und die Reporting Times.

Herr Schneider, beim Geschäftsberichte-Symposium 2017 haben Sie sich mit den Fragen beschäftigt: „Was kommt, was bleibt, was geht?“ Wie könnte das Reporting der Zukunft Ihrer Ansicht nach aussehen?

Die allgemeingültige Antwort haben auch wir logischerweise nicht gefunden, da nicht alle Trends eindeutig sind und zum Teil sogar gegenläufig verlaufen. Dennoch ist es uns gelungen, mit hochkarätigen Speakern und Best Practice Sessions den Teilnehmern viel Inspiration mit auf den Weg zu geben und einen Überblick der relevanten Trends der Zukunft des Reporting zu geben.

Welche Themen können wir in der nahen Zukunft denn erwarten?

Bei den zukünftigen Entwicklungen wird die Digitalisierung und hier speziell das Thema Big Data eine bedeutende Rolle einnehmen. Die korrekte Interpretation der neuen Mengen an Daten sowie der Umgang mit Netzwerken und Communitys werden hier den Unterschied machen. Dies eröffnet beispielsweise die Chance, Prozesse rund um das Reporting sinnvoll zu erweitern und zu automatisieren. Das Thema Integrated Reporting erfreut sich einer wachsenden Popularität. Nachdem das Center for Corporate Reporting bereits Clariant auf dem Weg zum integrierten Bericht als Sparringspartner begleitet hat, ist das Thema nun auf breiter Front in der Schweiz angekommen. Hierbei ist die Verknüpfung von Businessmodell und nichtfinanziellen Informationen zu sinnvollen KPIs auch zukünftig eine Herausforderung, der sich Unternehmen individuell stellen müssen.

Sieht so also das künftige Reporting aus?

Digitaler, integrierter und transparenter? Wir beobachten zusammenfassend drei Trends: das Integrated Reporting, den Ansatz der digitalen Berichterstattung – online first – und die bewusste Reduktion auf ein regulatorisches Minimum. Drei unterschiedliche Wege, Stakeholder anzusprechen und die gewünschten Informationen zu transportieren. Zukünftig wird der Austausch mit den Stakeholdern weiter an Stellenwert gewinnen. Hierdurch kommen zwangsläufig die Fragen auf: „Mit welchen Kanälen erreiche ich meine Stakeholder (kanalgerecht, und was erwarten diese?“

Das Symposium hatte dieses Jahr einige Änderungen im Vergleich zu den Jahren davor aufzubieten. Resultiert dies aus Ihrem Stakeholder-Dialog?

Wir haben seit dem ersten Symposium stetig evaluiert, wie wir das Symposium nachhaltig verbessern und den Mehrwert für die Teilnehmer und Partner weiter steigern können. Dieses Jahr haben wir einige Änderungen implementiert, die in der Tat auf dem Input unserer Teilnehmer basieren. Wir haben beispielsweise die Länge des Programms etwas reduziert und durch längere Pausen zusätzliches Networking ermöglicht. Mit der Best Practice Session „Reporting around the world – welcome to our global marketplace“ haben wir ein Format entwickelt, das mehr Workshop-Charakter besitzt und somit eine interaktivere Einbindung der Teilnehmer ermöglicht. Durch die stete Weiterentwicklung des Symposiums ist es uns gelungen, den direkten Wissenstransfer auch in diesem Jahr weiter zu stärken.