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Das Ansehen von Pharma-Unternehmen ist in den vergangenen drei Jahren deutlich gestiegen. So schreiben neun von zehn Befragten den Unternehmen eine sehr hohe Kompetenz in der Arzneimittelentwicklung zu. Das ist ein Anstieg von elf Prozentpunkten im Vergleich zu einer Amgen-Umfrage aus dem Jahr 2018. Zwei Drittel geben an, dass sich ihre Meinung über Pharma-Unternehmen durch die Covid-19-Pandemie deutlich verbessert hat. Dies zeigt die aktuelle und repräsentative Amgen-Studie „Sichere Arzneimittelversorgung: Die Bedeutung des Forschungs- und Produktionsstandorts“, die vom Marktforschungsinstitut Toluna erstellt wurde.

Amgen-Studie belegt gestiegenes Interesse an F&E durch Corona-Pandemie

Im internationalen Vergleich liegen laut der aktuellen Amgen-Umfrage deutsche Pharma-Unternehmen hinsichtlich ihrer Expertise im Bereich Forschung und Entwicklung mit weitem Abstand an erster Stelle. Jeder Zweite sieht deutsche Unternehmen vorn (50 Prozent), rund ein Fünftel vergibt den ersten Rang an US-amerikanische (19 Prozent) bzw. an europäische Unternehmen (17 Prozent). Dabei rangieren europäische Unternehmen bei den unter 30-Jährigen deutlich häufiger an erster Stelle (25 Prozent).

Das öffentliche Bild von Pharma-Unternehmen hat sich im Vergleich zu 2018 deutlich verbessert: Nicht nur spricht eine größere Zahl der Umfrage-Teilnehmer den Unternehmen eine hohe Expertise zu, qualitativ hochwertige Arzneimittel zu entwickeln, auch das allgemeine Vertrauen in die medizinische Forschung und Entwicklung ist in den vergangenen drei Jahren gestiegen. 82 Prozent der Befragten sprechen von einem großen Vertrauen (2018: 74 Prozent).

„Die Pandemie hat das Interesse an der medizinischen Forschung noch einmal gesteigert“, sagt Manfred Heinzer, Geschäftsführer der Amgen GmbH. „Wir sind überzeugt, dass Gesundheitsinformationen, aber auch das Wissen über die Möglichkeiten der Medizin, ein wichtiger Baustein für ein gesundes Leben jedes Einzelnen sind.“ Bei knapp sieben von zehn Deutschen hat die Berichterstattung im Zuge der Covid-19-Pandemie das Interesse an innovativen Therapieansätzen deutlich erhöht (67 Prozent). Jeder Zweite hat demnach seit Corona mehr Vertrauen in neue Arzneimittel (51 Prozent). Zudem ist in den vergangenen Monaten, so sagen fast drei Viertel der Befragten, ihr Wissen über Forschung und Entwicklung gestiegen (72 Prozent). So kann die große Mehrheit von 90 Prozent der Deutschen den Erfolg bei der Entwicklung der Covid-19-Impfstoffe einordnen: Sie wissen, dass die Impfstoffe deutlich schneller entwickelt, zugelassen und produziert wurden, als es normalerweise bei neuen Wirkstoffen der Fall ist. 59 Prozent der Befragten schließen daraus, dass die Zulassung bei anderen Arzneimitteln ebenfalls schneller und unbürokratischer erfolgen sollte.

Für die Studie „Sichere Arzneimittelversorgung: Die Bedeutung des Forschungs- und Produktionsstandorts“ wurden 1.000 Deutsche im Auftrag von Amgen repräsentativ befragt. Die Befragung führte das Marktforschungsunternehmen Toluna im April 2021 online durch.

Über den Autor

Holger Garbs ist seit 2008 als Redakteur für die GoingPublic Media AG tätig. Er schreibt für die Plattform Life Sciences und die Unternehmeredition.