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Bildnachweis: Alessandro Grandini – stock.adobe.com.

Das Digital Health Start-up Motognosis, ein Spin-Off des NeuroCure Clinical Research Centers der Charité Berlin, hat von IBB Ventures und Athenion eine Finanzierung in Millionenhöhe erhalten, um die weitere Entwicklung des Unternehmens voranzutreiben. Genauere finanzielle Details wurden nicht genannt.

Motognosis: Analyse motorischer Symptome erfolgt Zuhause

Motognosis hat die Software „AMSA“ entwickelt, mit der von Parkinson, Multipler Sklerose und anderen neurodegenerativen Erkrankungen Betroffene ihre motorischen Symptome von zu Hause aus analysieren können. Die Menschen leiden häufig unter Balance- und Gangstörungen oder Tremor. Diese sind von entscheidender Bedeutung für die Beurteilung des Krankheitsverlaufs sowie Wahl der angemessenen Therapie. In der Routineversorgung stellt diese Beurteilung aber eine große Herausforderung dar, da Patientinnen und Patienten nur punktuell von Neurologen gesehen und subjektiv eingeschätzt werden. In ländlichen Gebieten ergibt sich zudem die Problematik, dass bis zur Hälfte der Betroffenen gar nicht fachärztlich betreut werden kann.

Die AMSA-Software kann als Messlösung zu Hause, bei den Patienten, zum Einsatz kommen. Medikation oder Physiotherapie können aus der Ferne optimiert und persönliche Besuche in der Praxis auf nötige Anlässe reduziert werden. Sogar bei Parkinson übliche, mehrwöchige Krankenhausaufenthalte zur Einstellung des Medikationsplans können so nach Hause verlagert werden.

Mit der neuen Finanzierung soll der Einsatz der Software in der Routineversorgung weiter vorangetrieben werden. Sebastian Mansow-Model, Co-Founder und Managing Director von Motognosis sagte: „Mit der Finanzierungsrunde durch diese starken Partner sind wir sehr gut auf die Routineversorgung vorbereitet und können unsere Lösung bald einer Vielzahl von Patientinnen und Patienten bundesweit zur Verfügung stellen.“

Die Motognosis Messlösung wurde im Rahmen von Studien mit mehr als 1.000 Patienten validiert und befindet sich im Forschungseinsatz an derzeit 10 Universitätskliniken. AMSA ist als medizinisches Messgerät nach MDD Klasse Im zertifiziert und wird nun als Interventionslösung in den Markt gebracht.

Über den Autor

Holger Garbs ist seit 2008 als Redakteur für die GoingPublic Media AG tätig. Er schreibt für die Plattform Life Sciences und die Unternehmeredition.