Bildnachweis: Foto: Novartis.

Das Start-up mentalis GmbH ist mit seinem Mental-Health-Projekt der Gewinner des Digitalen Gesundheitspreises 2021. Mit dem Preis zeichnete Novartis Deutschland am 18. März bereits zum vierten Mal innovative digitale Lösungen für ein zukunftsfähiges Versorgungssystem in Deutschland aus.

Das Gewinnerprojekt mentalis unterstützt Menschen mit Depressionen, Essstörungen oder Alkoholsucht. Im Anschluss an eine stationäre Behandlung helfen die App-basierten Trainings und Tele-Coachings in der Übergangsphase zu einer ambulanten Therapie. Erstmals wurde in diesem Jahr ein Sonderpreis verliehen: #SelbstbestimmtImAlter unter der Schirmherrschaft der BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen. Laudator Franz Müntefering gab das Siegerteam bekannt. Der Digitaler Gesundheitspreis 2021 war mit insgesamt 60.000 Euro dotiert, etwa 70 Teams hatten sich beworben.

„Die Digitalisierung wird die Gesundheitsbranche grundlegend verändern. Damit die Gesellschaft den wachsenden, komplexen Anforderungen an die Gesundheitsversorgung der Zukunft Rechnung tragen kann, müssen neue Lösungen entwickelt werden, die über die Entwicklung neuer Medikamente hinausgehen. Mit dem Digitalen Gesundheitspreis wollen wir wegweisende digitale Innovationen, die einen echten medizinischen Bedarf adressieren, auszeichnen und fördern – in diesem Jahr mit insgesamt 60.000 €“, sagte Dr. med. Thomas Lang, Geschäftsführer Novartis Pharma Deutschland und Gastgeber des DGP. „Wir freuen uns über die richtungsweisenden Projekte, die genau diesen Ansatz verfolgen, und gratulieren allen Gewinnern herzlich.“

Die Gewinner

1. Platz: mentalis von mentalis GmbH, Nürnberg (25.000 €)
Digitale Nachsorge für Menschen mit psychischen Erkrankungen nach erfolgter Behandlung im Krankenhaus über Algorithmus-basierte Apps und Tele-Coachings

2. Platz: Fimo Fatigue App von FIMO Health UG, Köln (15.000 €)
Digitale Lösung via App und Smartwatch für eine datenbasierte Analyse von Krebs- und MS-bedingter Fatigue

Über den dritten Platz durfte das Publikum entscheiden: Die knapp 450 virtuellen Gäste aus dem Gesundheitswesen, der medizinischen Forschung und der Politik sowie aus der Gründer- und Digitalszene stimmten live während der Preisverleihung für ihren Favoriten ab:

3. Platz (Publikumspreis): StomAware von ICE Tech UG, Kaiserslautern (10.000 €)
App für Menschen mit künstlichem Darmausgang, die den Füllstand ihres Stoma­beutels in Echtzeit kontrolliert und den Träger bei einem kritischen Füllstand warnt

StomAware durfte sich sogar gleich zweimal freuen, denn das Team aus Kaiserslautern hat ebenfalls den mit 10.000 € dotierten Sonderpreis #SelbstbestimmtImAlter unter der Schirmherrschaft der BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen gewonnen. Mit dem Preis fördert Novartis speziell Projekte, die den Alltag von älteren Menschen durch digitale Technologien erleichtern.

Laudator Franz Müntefering, Bundesminister a. D. und Vorsitzender der BAGSO, verkündete den Gewinner des Sonderpreises und zeigte sich beeindruckt von der Innovationskraft der Gründerszene: „Gerade Seniorinnen und Senioren können von durchdachten E-Health-Lösungen profitieren. Viele von ihnen nutzen bereits regelmäßig digitale Technologien, Apps oder Sprachassistenten, um ihren Alltag selbstständig und unabhängig zu gestalten.“

Er mahnte aber auch, bei den digitalen Projekten für Senioren deren Lebenswelt auch realistisch zu erfassen, am besten, in dem man diese Zielgruppe auch konkret in die Entwicklung einbeziehe.

Ein starkes Alumni-Netzwerk und eine etablierte Plattform zum regelmäßigen Austausch

„Der Digitale Gesundheitspreis hat sich etabliert und wir sind sehr stolz auf das Alumni-Netzwerk, deren Mitglieder wichtige erste Erfolge erreicht haben. Beispielsweise ist Rehappy, einer der Kandidaten aus dem Jahr 2019, bereits als Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) gelistet und somit in die Gesundheitsversorgung integriert“, erklärte Novartis Pharma Deutschland Geschäftsführer Dr. med. Thomas Lang. Novartis fördert dieses Netzwerk aus ehemaligen und aktuellen Kandidaten auch über die Preisverleihung hinaus und bietet in Webinaren praktische Tipps und den regelmäßigen Austausch mit Experten.

Die Bewerbung für den Digitalen Gesundheitspreis 2022 ist ab dem 1. Oktober 2021 möglich. Bis dahin finden sich alle Informationen zum Digitalen Gesundheitspreis, den diesjährigen Kandidaten sowie den Alumni unter www.novartis.de/dgp und im DGP Virtual Story Room.

Über den Autor

Dr. Georg Kääb ist seit 1. Februar Redaktionsleiter der Plattform LifeSciences. Davor war er über 10 Jahre Manager Communications bei der Biotech-Netzwerkagentur BioM. Von der Ausbildung her Biologe waren die ersten Berufsstationen als freier Journalist bei u.a. Süddeutscher Zeitung sowie DIE ZEIT und dann ebenfalls ein gutes Jahrzehnt als Chefredakteur der Mitgliederzeitschrift des Verbandes dt. Biologen, vdbiol.