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CureVac hat den Abschluss seines öffentlichen Zeichnungsangebotes bekanntgegeben. Insgesamt 15.333.332 Stammaktien wurden zu einem Emissionspreis von 16,00 USD angeboten. Daraus resultiert ein Gesamtbruttoerlös von 245,3 Mio. USD. Dies beinhaltet laut Unternehmen die volle Ausübung der Underwriter-Kaufoption für 1.999.999 Stammaktien.

Gleichzeitig mit dem Börsengang erwarb Dietmar Hopp, Mitgründer von SAP und des Hauptaktionärs dievini Hopp BioTech, über die DH-LT-Investments GmbH und verbundene Unternehmen im Rahmen einer Privatplatzierung von 100 Mio. EUR Stammaktien von CureVac zum Emissionspreis.

CureVac: Klinische Entwicklung wird fortgesetzt

Die Aktien wurden am vergangenen Freitag, 14. August, an der Nasdaq Global Market unter dem Tickersymbol „CVAC“ in den Handel aufgenommen. BofA Securities, Jefferies und Credit Suisse agieren als gemeinsame Book-Running-Manager für das Angebot, wobei Berenberg und Kempen & Co als passive Book-Running-Manager fungieren.

Dr. Franz-Werner Haas, Vorstandsvorsitzender von CureVac, sagte: „Wir konzentrieren uns weiterhin auf die Entwicklung und Herstellung von mRNA-basierten Impfstoffen gegen Covid-19 und andere Infektionskrankheiten sowie auf Produktkandidaten in den Bereichen Onkologie und Proteintherapie.“

Eine Registrierungserklärung in Bezug auf diese Wertpapiere wurde von der Securities and Exchange Commission („SEC“) am 13. August für wirksam erklärt.

„Erfreulich auch für den deutschen Steuerzahler“

Im Zusammenhang mit dem Börsengang von CureVac äußerte sich auch Kai Brüning, Senior Portfolio Manager Healthcare, bei apoAsset: „Der Börsengang von Curevac war überfällig. Wenn man die Börsenbewertung der beiden nächsten Wettbewerber Moderna und BioNTech zugrunde legt, erschien der Emissionspreis deutlich zu günstig.“ Im Unterschied zu BioNTech habe Curevac noch keine kommerziellen Partner zur klinischen Entwicklung und zur Vermarktung des Covid-Impfstoffes, wobei das Unternehmen in GlaxoSmithKline über einen Partner verfüge, der mit Eigenkapital beteiligt sei und andere Projekte operativ unterstütze. „Aus unserer Sicht rechtfertigt das aber nicht den immer noch deutlichen Bewertungsabschlag“, so Brüning.

Erfreulich sei der Börsengang im Übrigen nicht nur für institutionelle Investoren mit einer Zuteilung, sondern auch für den deutschen Steuerzahler. „Die vielfach kritisierte Beteiligung der KfW hat nun einen Buchgewinn von rund 1,7 Mrd. EUR“, sagte Brüning.

Über den Autor

Holger Garbs ist seit 2008 als freier Redakteur für die GoingPublic Media AG tätig. Er schreibt für die Plattform LifeSciences und das VentureCapital Magazin.