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Alentis Therapeutics, ein Schweizer Biotech-Unternehmen, das Therapien für fibrotische Erkrankungen entwickelt, hat eine Serie-B-Finanzierung über 67 Mio. USD abgeschlossen. Die Mittel sollen in erster Linie für klinische Proof-of-Concept-Studien der ersten auf Claudin-1 zielenden antifibrotischen Moleküle von Alentis bei fortgeschrittener Leber- und Nierenfibrose verwendet werden sowie zur Unterstützung laufender Arzneimittelforschungsprogramme, die auf andere fibrotische Erkrankungen und hepatobiliäre Krebsarten abzielen.

Morningside Venture Investments führt die Finanzierung an, zusammen mit Jeito Capital und den Serie-A-Investoren BioMed Partners, BB Pureos Bioventures, Bpifrance durch seinen InnoBio 2 Fonds, High-Tech Gründerfonds (HTGF) und Schroder Capital.

Alentis Therapeutics: Hemmung von Claudin-1 außerhalb der Tight Junctions

„Unsere Investoren erkennen die Notwendigkeit, innovative Behandlungen für Patienten mit lebensbedrohlichen fibrotischen Erkrankungen sowie damit verbundenen tödlichen Krebsarten wie dem hepatozellulären Karzinom und dem Cholangiokarzinom zu entwickeln. Dies wird unsere Strategie vorantreiben, die Indikationen für Claudin-1-Targeting-Wirkstoffe zu erweitern und unsere Pipeline an proprietären Produktkandidaten weiter auszubauen“, sagte Dr. Roberto Iacone, CEO von Alentis

Allein in den USA und Europa sind etwa 45% der Todesfälle auf fibrotische Erkrankungen zurückzuführen. Fibrose betrifft fast alle Gewebe und Organsysteme wie die Leber, die Nieren und die Lunge.

Der therapeutische Ansatz von Alentis konzentriert sich auf die Hemmung von Claudin-1 außerhalb der Tight Junctions und dessen Downstream-Signalisierung, das sich auf das Zellverhalten und die Plastizität auswirkt. Die Leitmoleküle ALE.F02 und ALE.C04 von Alentis sind hochselektive Anti-Claudin-1-mAbs, die pathologische überexprimierte und konformationsabhängige Claudin-1-Epitope bei fibrotischen Erkrankungen und Krebs erkennen.

Klinische Studie im 4. Quartal 2021

In präklinischen Studien modulierte das Leitmolekül ALE.F02 die Funktion von nicht-funktionalem Claudin-1, wodurch das Wachstum von fibrotischem Gewebe in Leber und Niere verhindert und möglicherweise umgekehrt wird, indem die Plastizität wichtiger Zelltypen, die Fibrose vermitteln, verändert wird. Sicherheitsstudien an nicht-menschlichen Primaten haben die Übertragbarkeit des Ansatzes auf Patienten unterstützt. Alentis erwartet nach eigenen Angaben, seine erste klinische Studie im 4. Quartal 2021 zu beginnen.

Alentis Therapeutics wurde 2019 auf der Grundlage innovativer Forschung im Labor von Prof. Dr. Thomas Baumert an der Universität Straßburg und dem französischen Nationalen Gesundheitsinstitut (Inserm) gegründet. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz im Pharma-Biotech-Zentrum Basel in der Schweiz und eine Niederlassung für Forschung und Entwicklung in Straßburg, Frankreich.

Über den Autor

Holger Garbs ist seit 2008 als Redakteur für die GoingPublic Media AG tätig. Er schreibt für die Plattform Life Sciences und die Unternehmeredition.