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Die Hauptversammlung der Deutschen Bank wird komplett live im Internet übertragen. Das geht aus der heute veröffentlichten Einladung zum Aktionärstreffen hervor. Die Deutsche Bank hält ihre Hauptversammlung auch 2021 corona-bedingt komplett virtuell ab, Termin ist der 27. Mai.

Einschließlich Generaldebatte und Abstimmungen ist die gesamte Veranstaltung öffentlich zugänglich. Zudem räumt die Deutsche Bank Aktionären, die vorab ordnungsgemäß Fragen eingereicht haben während der Generaldebatte die Möglichkeit ein, Nachfragen zu stellen. „Wir werden unseren Aktionären ermöglichen, sich mit Redebeiträgen in die live übertragene Hauptversammlung einzubringen“, erklärt Vorstandsmitglied Stefan Simon.

MdB Heribert Hirte im Exklusiv-Statement zur Corona-Gesetzgebung.

Die Möglichkeit Nachfragen zu stellen ist auf zwei Nachfragen mit einer Fragenlänge von jeweils 500 Zeichen (einschließlich Leerzeichen) begrenzt, heißt es auf der Website der Bank. Zudem verweist das Geldhaus darauf, „auch Nachfragen, die ordnungsgemäß eingereicht wurden, nicht zuzulassen und nicht zu beantworten, wenn die Zeit, die für die Beantwortung der ordnungsgemäß vor der Hauptversammlung eingereichten Fragen benötigt wird, dies nicht zulässt“.

Der Gesetzgeber hatte Ende vergangenen Jahres noch einmal die Aktionärsrechte gestärkt und Änderungen am Covid-19-Gesetz implementiert, unter anderem das Fragerecht oder die Antragsfiktion. Die Folge war eine breite Diskussion über Verhältnismäßigkeit und Wirkung dieser Neuerungen. Hier lesen Sie im aktuellen HV Magazin alle Details und relevanten Informationen.

Für das letzte Geschäftsjahr erhalten die Aktionäre keine Dividende – die zweite Nullrunde in Folge. Für das laufende Geschäftsjahr strebt die Deutsche Bank nach eigenen Angaben weiterhin eine Gewinnausschüttung an. Man beabsichtige, ab 2022 wieder Kapital an die Aktionäre zurückzugeben. Allerdings schränkt das Geldhaus ein, „sofern die Strategie erfolgreich umgesetzt ist und die Aufsichtsbehörden zustimmen“.

Die Deutsche Bank blickt auf fünf Verlustjahre in Folge zurück. Seit 2019 gibt es einen tiefgreifenden Umbau im Konzern – ausgerechnet im Corona-Krisenjahr hat die Bank schließlich die Trendwende geschafft und einen Vorsteuergewinn von mehr als 1 Mrd. EUR gemacht. Auch unter dem Strich standen schwarze Zahlen: 624 Mio. EUR.