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Bildnachweis: Co.Don AG.

Die CO.DON AG mit Hauptsitz in Teltow bei Berlin entwickelt, produziert und vertreibt körpereigene Zelltherapien zur minimalinvasiven Reparatur von Knorpeldefekten. Das angebotene Arzneimittel ist ein Zelltherapieprodukt zur minimalinvasiven Behandlung von Knorpelschäden am Kniegelenk mit ausschließlich körpereigenen Knorpelzellen. Die von CO.DON angebotene Methode wird in Deutschland derzeit in über 200 Kliniken angewandt und wurde bereits bei über 15.000 Patienten eingesetzt. Im Juli 2017 erhielt CO.DON die EU-weite Zulassung für dieses Arzneimittel, im März 2019 die Zulassung für die Schweiz. Am Standort Leipzig errichtete CO.DON eine der größten Anlagen für die Produktion von humanen Zellen im industriellen Maßstab für Eigen- und Auftragsproduktion.

Durch die Corona-Pandemie ergaben sich starke Reduzierungen im Operationsgeschehen bei orthopädischen Erkrankungen im Jahr 2020, was die damals geplante Verlegung der Hauptproduktion an den Standort Leipzig verzögerte und das Unternehmen dazu zwang, zwei Produktionsstandorte gleichzeitig zu betreiben. Dies führte zu ungeplanten Millionenkosten, die noch immer die Bilanz belasten. Doch einige Analysten sehen eine Trendwende am Horizont.

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CO.DON: Long Biotech statt Long Covid

CO.DON gehört mit zu den ältesten deutschen Biotechnologiefirmen. Gegründet wurde CO.DON bereits 1993 im Feld der „regenerativen Medizin“, das seinerzeit noch in den Kinderschuhen steckte. Doch die ersten Schritte verliefen erfolgreich: 1997 erhielt CO.DON als erstes Unternehmen in Deutschland die Herstellungserlaubnis für körpereigene Knorpel- und Knochenzelltransplantate. 2001 wagte das Teltower Unternehmen den Gang an die Börse. Und dies zeigte sich eher als ein „verhängnisvoller“ Schritt, denn nicht nur war die Jahrtausendwende eine Phase der Börsenkrise, auch das Marktsegment, an dem CO.DON und manch anderes „highflyer“ Unternehmen notierte, der Neue Markt, pulverisierte sich und die Geldanlagen vieler Kleininvestoren in kurzer Zeit. Ein dramatischer Kursverfall gefolgt von manchem Managementwechsel führte zu massiver Zurückhaltung bzw. schlicht Riesenärger, der den weiteren Unternehmensfortgang deutlich beeinträchtigte. Und: die durchaus positiven Ergebnisse, wenn auch über viele Jahre arg in die Länge gezogen, wurden dabei oft nicht mehr so richtig wahrgenommen. Denn, schon seit 2007 übernehmen die deutschen Krankenkassen die von CO.DON angebotene Knorpelzelltherapie bei einzelnen Indikationen wie dem Knie. 2010 wurden die klinischen Studien initiiert. Sieben Jahr später schließlich erfolgte auch die EU-weite Zulassung (2017) für den Einsatz am Kniegelenk. Und aktuell zeigen Ergebnisse aus der Langzeitbeobachtung, dass diese Form der Knieknorpel-Ersatztherapie anderen Methoden nicht „unterlegen“ ist (wie das in der Firmen-IR-Sprache zurückhaltend heißt), wobei die Patienten selbst diese Behandlung deutlich über anderen Standardverfahren bewerten.

Analysten vorsichtig positiv

Aktuelle Analystenreports zu CO.DON widmen sich den Schwierigkeiten des Corona-Jahres 2020, dem neuen Produktionswerk in Leipzig wie auch den zunehmenden internationalen Vermarktungspartnerschaften. Gerade eine für Asien abgeschlossene Kooperation lässt diese Analysten für diesen Markt sehr optimistisch in die Zukunft blicken. Der Hauptaktionär, die Bauerfeind Beteiligungs Ges. BBG ist gemeinsam mit Frau Bauerfeind-Johnson Mehrheitsaktionär bei ca. 60% und seit mehreren Jahren engagiert, bleibt der starke Anker und unterstützte auch eine aktuelle Kapitalerhöhung.

 

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