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Bildnachweis: tatyanarow – stock.adobe.com.

Die Münchener mk2 Biotechnologies, ein Unternehmen der industriellen Biotechnologie, hat den Erhalt einer Seed-Finanzierung in Höhe von mehreren Millionen Euro bekanntgegeben. Mit dem frischen Kapital soll das weitere Wachstum des Unternehmens beschleunigt werden. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben bestrebt, weitere Entwicklungsmeilensteine ​​zur Industrialisierung seiner Peptidproduktionsplattform zu erreichen. Die Finanzierungsrunde wurde von OCCIDENT geleitet. Ebenfalls beteiligt waren verschiedene Business Angels sowie primeCROWD und SeedBlink.

mk2 Biotechnologies: Bestehende Engpässe etablierter Unternehmen beseitigen

„Das Ziel von mk2 Biotechnologies ist es, seinen Plattformansatz für die Synthese und Reinigung authentischer Peptide in großem Maßstab anzuwenden, der in mehreren Marktsegmenten breit angewendet werden kann. Mit unserer Synthesetechnologie können wir sowohl die Qualitätsanforderungen als auch die Kostenerwartungen übertreffen. Der Schlüssel zu unserem Prozess ist, dass wir die bestehenden Engpässe etablierter Technologien beseitigen konnten“, sagt Dr. Sebastian Mangold, Geschäftsführer und einer der drei Mitgründer von mk2 Biotechnologies.

Die zugesagte Finanzierung stelle eine weitere Validierung der Technologie dar und spiegele die jüngste Entwicklung des Marktes für Bioaktivstoffe wider. „Die Finanzierung wird es uns ermöglichen, unsere Plattform kontinuierlich zu verbessern und unsere Produktion hochzufahren, um unsere ersten Produktkandidaten in Richtung der Anwendung in Volumenmärkten wie Kosmetik, Lebensmittel und Getränke, Landwirtschaft und Pharma zu bewegen“, so Mangold.

Umzug in das IZB Martinsried

Im Herbst wird mk2 Biotechnologies seine F&E-Einrichtungen in das Innovations- und Gründerzentrum für Biotechnologie in Martinsried (IZB) vor den Toren Münchens verlagern. „Wir freuen uns sehr auf unsere neuen Räumlichkeiten und die dort ansässigen Unternehmen, die hauptsächlich in der Pharmaindustrie tätig sind“, sagt Sebastian Mangold. Man erwarte entsprechende Synergien zu nutzen und nicht nur die industriell anwendbaren Produktkandidaten, sondern insbesondere die peptidbasierten APIs, die sich bereits in der Entwicklungspipeline befinden, zu beschleunigen.

Cédric Barra, Senior Investment Manager bei OCCIDENT, kommentierte: „Wir sehen viel Potenzial in der Anwendung hochwertiger Peptide. Mit der Technologieplattform und dem Know-how, das das Team von mk2 mitbringt, ist das Unternehmen für die Weiterentwicklung bestens aufgestellt.

Peptide, bei denen es sich um kurze Aminosäureketten handelt, können außergewöhnliche Eigenschaften und Wirkungsweisen aufweisen. Diese Substanzklasse hat sich als sehr vielversprechend für hochattraktive Anwendungen in den Bereichen Personal Care, Food & Beverage (z. B. Aromen, Ernährung und Konservierung), Tierzucht (z. B. Antibiotika-Ersatz) und Pflanzenbau (z. B. Fungizid- und Düngerersatz) erwiesen.

Etablierte Herstellungsverfahren sind jedoch sehr aufwendig und nicht skalierbar. Aufgrund der enorm hohen Preise, trotz ihrer oft herausragenden Eigenschaften und des breiten Interesses der Industrie, waren Peptide bisher nicht in Produkten auf dem Massenmarkt einsetzbar. mk2 Biotechnologies will diese Herausforderung mit einem proprietäres Verfahren angehen, das die skalierbare und damit kosteneffiziente Herstellung hochreiner Peptide für ein breites Anwendungsspektrum ermöglichen soll. Damit will das Unternehmen das noch fehlende Werkzeug für die Anwendung von Peptiden in Massenmärkten bereitstellen.

Die Pre-Seed-Aktivitäten wurden mit Zuschüssen der Zeidler-Forschungs-Stiftung und den Förderprogrammen „FLÜGGE“ und „EXIST-Forschungstransfer“ finanziert. Das Unternehmen konnte zudem mehrere Frühphasen-Gründerpreise, darunter den Science4Life Venture Cup und den TUM IdeAward, für sich verbuchen.

Über den Autor

Holger Garbs ist seit 2008 als Redakteur für die GoingPublic Media AG tätig. Er schreibt für die Plattform Life Sciences und die Unternehmeredition.