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Laut aktueller Mergermarket-Studie konnten hierzulande etwa 738 M&A-Deals im Wert von rund 71 Mrd. EUR im letzten Jahr verzeichnet werden – dies entspricht einem Anstieg von 25,5% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Seit der Finanzkrise hat Deutschland damit einen Höchststand erreicht.

In Europa war die deutsche M&A-Aktivität 2015 jedoch leicht rückgängig: So haben die beiden Hauptinvestoren am deutschen Markt, Großbritannien und Frankreich, ihre Investitionen um knapp 44% (UK) und 72,3% (FRA) reduziert.

M&A-Deals der letzten Jahre. Urheber: Mergermarket
M&A-Deals der letzten Jahre. Urheber: Mergermarket

US-Investments am deutschen Markt nahmen hingegen zu: So wurden insgesamt 94 Deals zwischen den USA und Deutschland gezählt – also ein Anstieg von rund 21% im Vergleich zum Vorjahr. Grund dafür sei u.a. die Abwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar. Der höchste Deal des Jahres war die 4,6 Mrd. EUR schwere Übernahme der Mainzer Elster Group vom US-amerikanischen Großkonzern Honeywell.

Der aktivste Sektor bildete der Immobilien-Bereich: Hier konnten 18 Deals (19 Mrd. EUR) abgeschlossen worden, dicht gefolgt von der Industrie- und Chemiebranche (insgesamt 18 Mrd. EUR und 228 Deals). Die Übernahme der Deutsche Wohnen AG durch die Vonovia SE im Oktober vergangenen Jahres stellte mit 13,3 Mrd. EUR die schwerste Transaktion im Immobilien-Segment dar.

Top-Mandate für M&A-Deals erhielten laut Studienergebnisse JP Morgan, die insgesamt 20 Transaktionen mit einem Wert von knapp 55 Mrd. EUR abschlossen, sowie EY mit 43 Deals (4,2 Mrd. EUR) und Freshfields Bruckhaus Deringer, die rund 53 Mrd. EUR durch 36 Transaktionen erlösten sowie für drei der Top-5-Deals mandatiert wurden. Mit 82 Transaktionen wies CMS die meisten Deals auf.

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