Der Automobilzulieferer Continental gibt mehr Details bezüglich des geplanten Teilbörsengangs seines Antriebsgeschäfts Powertrain bekannt.

So prüfe das Management auch eine 100-prozentige Ausgliederung (Spin-off) mit anschließender Börsennotierung, wie das Unternehmen am Montag in Hannover mitteilte. Damit wolle der Dax-Konzern seinen Handlungsspielraum erweitern, hieß es auch mit Blick auf die „derzeit kaum vorhersehbaren Bedingungen für einen möglichen Teilbörsengang im Jahr 2020“. Dazu verwies Conti auf die sich weiter beschleunigenden Dynamik hin zur Elektrifizierung von Antrieben.

Die Entscheidung über eine tatsächliche Umsetzung würden Vorstand und Aufsichtsrat nach Abschluss der Prüfung treffen. Die Beschäftigungssicherung bei Powertrain bleibe davon unberührt. So hatte Conti für die Ausgliederung der Sparte Powertrain 2018 eine fünfjährige Beschäftigungssicherung vereinbart.

Der Umsatz des Automobilzulieferers  betrug im vergangenen Geschäftsjahr rund 44,4 Mrd. EUR bei einem Jahresüberschuss von knapp 3 Mrd. EUR. Der Aktienkurs entwickelte sich in den vergangenen zwölf Monaten eher schleppend: So musste das Wertpapier Verluste von rund 30% einbüßen und notiert aktuell bei 109 EUR (Stand: 3. September, 11 Uhr); jedoch hat die deutsche Automobil-Zuliefererbranche generell in den letzten Monaten stark gelitten.

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Svenja Liebig ist Redakteurin des GoingPublic Magazins sowie verantwortlich für goingpublic.de